Oktoberfestsyndrom 54

Es war im Jahre 1954. Die 7-jährige Gloria Mooshammer lebte ein wohl behütetes Leben in dem kleinen bayrischen Dorf Bierfing.
Sie wuchs, wie alle ihre Freundinnen, in einer von Oktoberfestfanatikern gespickten Familie auf. Ihr Großvater Ludwig war der Mitbegründer der allerersten Feierlichkeiten auf dem Festplatz.
Und so spielte die gute Gloria täglich brav mit ihren adretten Dirndl-Barbie-Puppen Resi, Zenzi und Maria, lernte bei Mutter Therese das Brezel backen, ging jeden Tag nach Schulschluss in die Brauschule von Onkel Michael und wurde bereits im zarten Alter von nur 3 Jahren Kreismeisterin im Schuhplattln. Eine typisch bayrische Familie in damaliger Zeit.
Einzig bei Vater Horst Mooshammer war die Oktoberfestbegeisterung noch stärker ausgeprägt als bei allen übrigen Familienmitgliedern. Den Ochsen, der für das Leder seiner Trachtenhose herhalten sollte, schoss er auf des Nachbarn Weide selbst, die feinen Verzierungen auf dem Wolljanker ließ er unter seiner strengen Aufsicht von der weltbesten Seidenstickerin Chinas, Mia Han Bia, in ununterbrochener, wochenlanger Kleinarbeit anfertigen und sang täglich die wichtigsten Volksfestlieder, um seine Stimme in Schwung zu halten. Stündlich trank er zwei Humpen Bier und vertilgte exakt 12 Weißwürtse pro Tag. Ein Ritual, das er seit seinem 10ten Lebensjahr vollführte und an seinem 54sten Geburtstag, der rein zufällig auf die Eröffnung des Oktoberfestes fiel, mit etwas ganz Besonderem krönen wollte.
Die Zahl 54 sollte an seinem Ehrentag im Mittelpunkt stehen. Hierfür hatte er 54 Gäste geladen, für die pro Person 54 Flaschen Bier und 54 Weißwürste vorgesehen waren. 54 Lieder sollten gesungen und der Schuhplattler im 54-Minuten-Rhythmus absolviert werden. Kurzum, jedes Detail sollte in irgendeiner Form mit der Zahl 54 in Verbindung gebracht und dieser Tag ein unvergessliches Erlebnis werden. Alles war genauestens geplant. Gloria freute sich seit Wochen auf des Vaters Geburtstag und war stolz, für die Bewirtung eingeteilt worden zu sein. Ihr oblag die genaue Überwachung des Biervorrates, so dass am Ende der Feier jeder Gast seine versprochenen 54 Flaschen Hefe-Weizen-Horst-Spezial und die 54 Weißwürste vertilgt würde haben können.
Der große Tag kam, alles verlief wie am Schnürchen. Die 54 Automobile der Gäste parkten akkurat auf dem extra angemieteten 54 Quadratmeter großen Stellplatz vor dem Anwesen des Nachbarn, 54 Münder verformten sich, um zu lachen, zu singen, zu essen und zu trinken. Bis zur 54sten Minute vor 23 Uhr verlief alles nach Horst Mooshammers Vorstellung, der glückselig seinen 54sten Zigarillo genoss und in die Runde blickte.
Währenddessen hüpfte die quirlige Gloria beschwingt in die Küche, um Bier Nummer 54 für Herrn Dinglfing aus der mit seinem Namen beschrifteten Vorratskiste zu holen. Doch oh Schreck, was musste das Kind da sehen? Die Kiste war leer. Nur 53, mittlerweile ausgetrunkene, Flaschen konnte sie zählen. Keine 54ste war Herrn Dinglfing zuzuordnen. Sogleich überprüften die bestürzte Frau Mooshammer und die in Tränen aufgelöste Gloria die übrigen Biervorräte. Hier gab es nichts zu beanstanden. Lediglich diese eine Flasche fehlte. Wie sollten sie das nur dem Geburtstagshorst schonend beibringen?
Um die Sache abzukürzen. Es war tragisch. Horst Mooshammer nahm sich aufgrund der fehlenden Flasche Nummer 54 an seinem 54sten Geburtstag um Null Uhr 54 an Gleis 54 das Leben, als er sich vor den Bummelzug 54 schmiss, der ihn noch 54 Kilometer mitschleifte, wo ihn die Polizei schließlich 54 Stunden später fand. Herr Mooshammer wurde mit Sondergenehmigung der Stadt München um 12 Uhr 54 neben dem Festplatz beerdigt, wo nun jedes Jahr 54 000 Menschen sein Grab besuchen.
Die gute Gloria aber war ob dieses tragischen Schicksalsschlages so stark getroffen, dass sie 54 Monate in einer Nervenheilanstalt verbringen musste, bevor sie einen 54 Milliarden schweren Ölmulti aus Texas heiratete. Die Ehe verlief zunächst harmonisch, doch während Glorias Gatte Jim seine Ölfelder bestellte, brach bei ihr das seltene „Oktoberfestsyndrom 54“ aus. Aufgrund ihres traumatischen Kindheitserlebnisses entwickelte Gloria die Angewohnheit, von allen Lebensmitteln stets die genaue Anzahl von 54 Stück im Haus zu haben. Zunächst zählte sie nur die Bierflaschen. Dann kamen Butter und Tomaten hinzu, bis schließlich alles Ess- und Trinkbare in 54-facher Ausfertigung im Haushalt vorhanden sein musste.
Ihr geschäftstüchtiger Gatte Jim besitzt bereits mehr als 54 Ölraffinerien und hält sich nebenbei 54 Geliebte, so dass ihn die Macke seiner Frau Nummer 1 nicht weiter stört. Irgendeine Eigenheit haben wir schließlich alle. Einzig, dass Gloria bei der Heirat auf die Namensänderung in Mooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooshammer mit 54 „o“ bestand, irriert ihn ein wenig, wenn er einen weiteren Scheck unterzeichnen muss 🙂

das oktoberfestsyndrom 54
Gloria Mooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooshammer in ihrem neuen texanischen Eigenheim, den Biervorrat auf seine Vollständigkeit von 54 Flaschen überprüfend.

 

 

 

 

©mauswohn

 

 

 

 

 


Wärbung

Ein wenig Hölderlin für Literaten

hölderlin

Es ist zum heulen

Sie wissen welches Datum heute ist? Ein kurzer Blick auf den Kalender: der 7. Mai 2018. Und wir hier auf der Alm haben verschlafen. Nein, wir haben nicht ein oder zwei Stunden zu lange an der Matratze gehorcht. Einen kompletten Tag haben wir versäumt. Denn gestern, am 6. Mai war Weltlachtag. Und da wollten wir es uns natürlich nicht nehmen lassen, gemeinsam mit Ihnen so richtig fröhlich zu sein und zu scherzen. Tja, Pustekuchen. Nun ist dieser wunderbare Tag vorüber. Schnief … Doch wer glaubt, dass nun der Welttrübsaltag folgt, hat sich natürlich gründlich getäuscht. Schließlich sind wir kreativ und beschließen jetzt ganz unverfroren und dreist, heute einfach weiter zu lachen. Trauen Sie sich! Nur Mut! Lassen Sie sich nicht vorschreiben, nun wieder traurig durchs Leben zu gehen bis zum nächsten 6. Mai. Lachen Sie, dass die Wände wackeln, zaubern Sie ein Lächeln auf Ihre Lippen! Wir gehen natürlich mit gutem Beispiel voran und zeigen, wie wir heute Morgen unseren Tag begonnen haben. Viel Vergnühahahahahhohohohhihihigen 🙂

 

Und? Wie sieht es mit Ihrem Lachstatus aus?

 

 

 

©mauswohn

 

Gurken-Gerhard greift an

Nachdem unser Bananendackel Benedikt dank der unermüdlichen Mithilfe der Leserschaft über viele Umwege wieder auf der Alm eingekehrt ist und sich allgemein großer Beliebtheit erfreut, müssen wir heute eine tierische Schreckensmeldung verlauten lassen:
„Gurken-Gerhard greift an!“. Seit geraumer Zeit treibt ein gemeingefährlicher Gurken-Orka aus dem spanisch-karibischen Meer sein Unwesen in unseren heimischen Stuben. Lautlos taucht das gefräßige Gurken-Tier aus der Arbeitsplatte des Küchentisches auf, durchschneidet mit seiner messerscharfen Rückenflosse butterweich alles was ihm in die Quere kommt und macht im wahrsten Sinne des Wortes Hackfleisch aus jedem guten Stück Rindfleisch und anderen Fressalien.
Das grüne Monster hinterlässt eine Spur der Verwüstung, das Küchenmobiliar ähnelt einem Trümmerhaufen. Böse Zungen behaupten, dass Gurken-Gerhard von IKEA ins Rennen geschickt wurde, um die Verkaufszahlen der neuen Küchenlinie „Billi(g)“ in die Höhe zu treiben.
Doch nicht nur Herd und Essecke sind stark gefährdet. Aus bisher ungeklärten Gründen hat Gurken-Gerhard eine besondere Vorliebe für Finanzämter und durchpflügt dort Zimmer für Zimmer. Gummibäume und Kaffekocher fallen dem Vielfraß zum Opfer.
Die Bloghüttenpolizei steht vor einem Rätsel. Was bezweckt Gurken-Gerhard mit seinen Taten? Wie ist er zu fassen?
Halten Sie die Augen offen und den Verbandskasten griffbereit. Wir müssen mit dem Schlimmsten rechnen.
Hinweise zur Ergreifung des seltsamen Jägers nimmt jeder Obst-und Gemüsehändler rund um die Uhr entgegen.
Vielen Dank für Ihre Mithilfe 🙂

gurken-gerhard greift an_

 

 

©mauswohn

Monday Lisa

Chr chr chr schnarch chr pfff zzzzz chr chr chhchchch mmmmh chrpüh chrpüh schnarch zzzzzzzzz zzzzzzz chhhhhh chhhhhhh schnarch  schnarch pffff zzzz zzzz zzzz chr chrrr hh Chr chr chr schnarch chr pfff zzzzz chr chr chhchchch mmmmh chrpüh chrpüh schnarch zzzzzzzzz zzzzzzz chhhhhh chhhhhhh schnarch  schnarch pffff zzzz zzzz zzzz chr chrrr hh Chr chr chr schnarch chr pfff zzzzz chr chr chhchchch mmmmh chrpüh chrpüh schnarch zzzzzzzzz zzzzzzz chhhhhh chhhhhhh schnarch  schnarch pffff zzzz zzzz zzzz chr chrrr hh Chr chr chr schnarch chr pfff zzzzz chr chr chhchchch mmmmh chrpüh chrpüh schnarch zzzzzzzzz zzzzzzz chhhhhh chhhhhhh schnarch  schnarch pffff zzzz zzzz zzzz chr chrrr hh Chr chr chr schnarch chr pfff zzzzz chr chr chhchchch mmmmh chrpüh chrpüh schnarch zzzzzzzzz zzzzzzz chhhhhh chhhhhhh schnarch  schnarch pffff zzzz zzzz zzzz chr chrrr hh Chr chr chr schnarch chr pfff zzzzz chr chr chhchchch mmmmh chrpüh chrpüh schnarch zzzzzzzzz zzzzzzz chhhhhh chhhhhhh schnarch  schnarch pffff zzzz zzzz zzzz chr chrrr hh Chr chr chr schnarch chr pfff zzzzz chr chr chhchchch mmmmh chrpüh chrpüh schnarch zzzzzzzzz zzzzzzz chhhhhh chhhhhhh schnarch  schnarch pffff zzzz zzzz zzzz chr chrrr hh Chr chr chr schnarch chr pfff zzzzz chr chr chhchchch mmmmh chrpüh chrpüh schnarch zzzzzzzzz zzzzzzz chhhhhh chhhhhhh schnarch  schnarch pffff zzzz zzzz zzzz chr chrrr hh ……………. schnarch träum … ring ring ring ring … 🙂

Monday Lisa
©mauswohn

Gesucht: Bananendackel Benedikt

Die Bloghüttenpolizei bittet erneut um Ihre Mithilfe!
Seit den frühen Morgenstunden wird auf der Alm der Bananendackel Benedikt vermisst.
Der aus Chiquitasien stammende Vierbeiner absolviert hier ein 4-monatiges Auslandspraktikum zur Verbesserung seiner Bellfähigkeiten.
Der etwa 20 cm lange, (noch) hellgelbe Benedikt wurde zuletzt beim Frühstück gesichtet, als der Almkoch die Müslischüsseln für die Tiere zubereitete.
Wir vermuten nun, dass der gute Dackel fälschlicherweise annahm, einer Banane ähnlich zerschnippelt und einem Biojoghurt beigemengt zu werden.
Hier kann jedoch Entwarnung gegeben werden. Chiquitasische Bananendackel werden lediglich gezüchtet, um an Obstständen in der Bananenkiste für Ordnung zu sorgen und notfalls einen Beller loszulassen, falls es Streit unter den Obstsorten gibt oder ein Kunde sich als Taschendieb versucht.
Benedikt ist also nichts anderes als ein ungenießbarer Wachhund, dem lediglich die langjährige Bell- und Auslandserfahrung fehlt.
Wir bitten Sie deshalb um Wachsamkeit auf den Straßen und Gehwegen. Man weiß ja, welch katastrophale Unfälle eine einzige Bananenschale schon verursachen kann.
Sollten Sie das verunsicherte Tier entdecken, locken Sie es mit tibetanischer Schokoladensoße oder einem Sträußchen Petersilie. Beides zusammen wäre noch besser.
Die chiquitasische Regierung setzt bei unversehrtem Fund des lieben Benedikt eine Belohnung in Form eines 6-monatigen Auslandspraktikums in Spaghettinien aus. Sie können sich vermutlich denken, dass Sie dort nicht ins KALTE Wasser geschmissen werden.

Wir danken für Ihre Mithilfe 🙂

bananendackel benedikt aus ciquitasien_Snapseed
Bananendackel Benedikt

 

 

©mauswohn

Gefräßiges Graffiti

Bereits vor einiger Zeit haben wir uns mit dem Thema Graffiti befasst.
Oftmals handelt es sich hierbei um unschöne Spraygebilde an Hauswänden, gelegentlich sind auch sehr originelle Abbildungen dabei.
Kunst oder nicht? Hier scheiden sich die Geister, doch diese Frage soll heute nicht näher erörtert werden.
Meist läuft oder fährt man unbewusst an diesen in den Alltag integrierten Farbkritzeleien vorüber und schenkt ihnen nicht weiter Beachtung.
Und hier liegt eine große Gefahr.
Denn seit vergangener Woche sind 123 Personen aus einem kleinen Dorf in der Nähe von B. bei K. spurlos verschwunden.
Das Verschwinden einer solch großen Anzahl von Menschen sorgte sogleich für Aufsehen. Großräumige Suchaktionen wurden anberaumt, doch die Vermissten blieben unauffindbar.
Niemand konnte sich dies erklären, bis die 83-jährige Hanni M. aus R. mit ihrem Handy zufällig eine erschreckende Aufnahme machte.
Ursprünglich wollte die modebewusste Rentnerin ein Selfie für ihre Enkelkinder knipsen und betätigte versehentlich die Kamerafunktion. So filmte sie unwissentlich die Mauer auf der gegenüber liegende Straßenseite, welche mit großzügigen Graffitigebilden verziert war.
Und während die rüstige Hanni diese Sequenz bereits wieder löschen wollte, registrierte sie einige Bewegungen der Graffiti-Figuren. Die Gesichter von drei großen Köpfen rissen ihre Mundpartien weit auf und schauten mit gierigen Kulleraugen vorbeifahrenden Autos hinterher.
Sogleich postete die handlungsschnelle Dame den Filmausschnitt auf Facebook, Instagram und Twitter und erhielt binnen Minuten Millionen von Likes. Die Szene ging in Windeseile um die Welt und umgehend meldeten sich weitere Personen, die solch gefährliche Graffitis beobachtet hatten.
Denn, wie sich herausstellte, waren sie der Grund für das plötzliche Verschwinden so vieler Passanten. Ein Augenzeuge aus Z. berichtet, dass ein Spraybild einen nahe an der Wand vorbei laufenden Jogger völlig überraschend am Schopf packte und schmatzend auffraß. Der strampelnde Herr konnte sich dem Sog der Steinwand nicht mehr entziehen und entschwand im Gemäuer.
Leider oder Gott sei Dank konnte solch eine Sequenz noch nicht gefilmt werden.
Die Bloghüttenpolizei bittet Sie daher dringend, einen großen Bogen um jegliche Art von Schmierereien, Schriftzügen und netten Spraybildern auf Hauswänden, Mülltonnen, Güterzügen und anderen Gegenständen zu machen.
Noch ist nicht klar, woher diese Wandmonster kommen und was gegen sie getan werden kann. Möglicherweise sind sie auch gesprächsbereit und liebenswert. Bisher konnte jedoch niemand positiv auf die zunächst harmlos wirkenden Linienfiguren einwirken.
Sollten Sie verdächtige Beobachtungen beim Selfieknipsen oder anderen Tätigkeiten bezüglich irgendwelcher Spraymonster machen, bitten wir, dies umgehend zu melden oder ein Foto zu senden.
Auch sind die 123 vermissten Personen noch nicht aufgetaucht. Wenn nun plötzlich ein Wildfremder in ihrem Wohnzimmer erscheint, ist es gut möglich, dass er von einer Wand wieder ausgespuckt wurde.
Bisher ist die Bloghüttenpolizei jedoch völlig ratlos und wie immer dringend auf Ihre Mithilfe angewiesen.
Solange heißt es: Achtung, hungriges Graffiti! 🙂

gefräßiges graffiti

PS.: Selbst einige unserer Speed-Eulen wurden in der Luft von einer Graffitikritzelei verspeist, die großflächig auf einem Düsenjäger angebracht war 🙂

 

 

©mauswohn

Weltsensation – Kasimir the jumping cheese

Wie Sie vielleicht wissen, ernähren wir uns hier auf der Alm täglich mit frischen Lebensmitteln aus eigenem Anbau. Neben zahlreichen Streuobstwiesen, biologisch abbaubaren Hühnern, einer Schokoladenzucht (die bisher leider noch nicht von Erfolg gekrönt ist) und einem urigen Pizzaofen darf natürlich eine klassische Almkäserei nicht fehlen.
Und so hat sich unser Herr Schrödinger schon vor Jahrhunderten in das traditionelle Handwerk der Käseherstellung eingearbeitet. Mit Erfolg, wie wir sagen können. Denn neben all den bekannten Käsesorten wie Schimmelkäse, Hartkäse, Weichkäse usw. gibt es bei uns seit einigen Jahren den Großkäse. Um genau zu sein, nur einen einzigen.
Als der werte Herr Schrödinger einmal mehr von seiner Experimentierfreudigkeit befallen war, entstand im Lab-Labor mehr durch Zufall ein Käse in Übergröße. Und zu unser aller Überraschung hüpft dieses Exemplar quicklebendig vergnügt umher und zeigt sich als ein äußerst freundlicher Geselle. Man kennt es ja von anderen Sorten, die mit reichlich Schimmelkulturen übersät unter dem Mikroskop betrachtet sicherlich sehr lebhaft erscheinen mögen, aber wenn einem ein großes Käsestück draußen in Feld und Wald über den Weg läuft, fragt man sich durchaus, ob dieser Anblick nicht zum Himmel stinkt.
Nun, wie dem auch sei. Wie brachten es nicht fertig, diesen lebensfrohen Käse zu verspeisen und nannten ihn kurzerhand Kasimir. Schnell freundete er sich mit allen Almbewohnern an und schloss eine besonders enge Freundschaft mit unserem Seeigel Serge. Und nachdem dieser so grandios mit seiner Weltsensation auf dem Balkongeländer glänzen konnte, war auch der Ehrgeiz des guten Kasimir geweckt. So kam erneut eines zum anderen und nun können wir mit Stolz eine weitere Weltsensation präsentieren:
Unser Käse Kasimir wird vier Mal, mehr oder weniger aus dem Stand (oder aus dem Lieg, ganz wie Sie mögen) von einer Wiese auf besagten Balkon hüpfen, der bereits unserem Seeigel zu seiner ruhmreiche Tat verholfen hat.
Wie immer sind wir live vor Ort, manipulieren keinerlei Kulissen, versichern, dass unser Käse dopingfrei an den Start geht und drücken nun gemeinsam mit Ihnen die Daumen, dass dieser Weltsensationsversuch von Erfolg gekrönt sein wird.

Viel Vergnügen! 

 

Sensationell, nicht wahr!?! Und was machen Ihre Lebensmittel den lieben langen Tag? 🙂

 

 

 

©mauswohn

Pazifische Fischsuppe

Soeben erreicht uns die Eilmeldung, dass die rätselhaften Geschehnisse um die pazifische Fischsuppe vom 5.März 2006 nun endlich aufgeklärt sind.
Hier die Einzelheiten:
Wie allgemein bekannt, war zum damaligen Zeitpunkt ein Kreuzfahrtschiff aus Peru über den Pazifik Richtung Afrika unterwegs, um 24 Elefanten zu importieren. Nach überliefertem peruanischem Brauch wird alle 113 Jahre einmal im Monat ein Elefant über den festlich geschmückten Dorfplatz geführt und mit Mehl bestäubt. Hiermit soll der allmächtige Brotgott in seinem Zorn besänftigt werden und weiterhin Getreide auf den kargen Felsvorsprüngen der peruanischen Steppe wachsen lassen. Zu diesem Zwecke wurden also die Dickhäuter benötigt.
So schipperte das Schiff über die unendlichen Weiten der Meere, unter den illustren Gästen befand sich unter anderem der werte Rod Stewart mit an Bord, der die grisgrämigen Elefantenwärter mit seinem Hit „I am sailing“ ein wenig aufheitern sollte.
Währenddessen zogen starke Orkanböen aus allen Richtungen herbei, die durch den Gesang Herrn Stewarts jedoch schnell wieder vertrieben wurden. So wogte man vergnügt über die Wellen dahin, verlor jegliches Zeitgefühl und genoss das maritime Leben. An Deck sonnten sich die 24 Elefanten in gut gepolsterten Liegestühlen und ließen sich die salzige Meeresluft um ihre Rüssel wehen. Da brach unvermutet ein Streit zwischen zwei Dickhäutern aus, es kam zu heftigen Rangeleien. Das Schiff begann bereits gefährlich zu schwanken, der Kapitän musste einschreiten. Vergeblich versuchte er, die wildgewordene Elefantenherde zu besänftigen und geriet dabei unter die nicht gerade leichtfüßig agierende Schar und erlitt einen qualvollen Trampeltod. So verlor nicht nur der Kapitän sein Leben, sondern auch das Schiff seine eingeschlagene Richtung und driftete orientierungslos mit 24 Tieren umher. Und nun geschah es, dass im Morgennebel des nächsten Tages das Schiff mit einem großen mit Brühwürfel beladenen Frachter zusammenstieß. Es dauerte keine 7 Minuten und beide Schiffe waren samt Besatzung in den Untiefen des Pazifiks verschwunden. Eine Tragik ungeahnten Ausmaßes.
Doch nach und nach trieben gut verpackte Brühwürfel der Geschmacksrichtung „Fisch“ an die Wasseroberfläche zurück, vermengten sich mit dem Gewässer und im Umkreis von 122 km begann es stark nach Fischsuppe und Kräutergewürzen zu duften.
Langsam eintrudelnde Rettungskräfte versuchten nun mit Helikoptern und großen Fangbooten, die Fischsuppe abzuschöpfen und an Land zu transportieren. Dort wurde sie fahrlässig über einem Wohngebiet ausgekippt, mit der fadenscheinigen Begründung, die Meere müssten sauber bleiben. Es war nicht abzusehen, welche Folgen dies für die an Land ansässige Bevölkerung haben würde. Die pazifische Fischsuppe trocknete auf dem warmen Erdboden rasch ein und verklumpte zu weißem feinen Staub. Nicht nur, dass die Atemwege dadurch stark belastet wurden, auch Pflanzen und Tiere im Freien litten unter der schweren weißen Last.
Eine aufmerksame Bürgerin, Marianne M. aus L. filmte mit ihrer Super-8-Kamera rasch dieses Desaster, von dem es sonst keinerlei Aufnahmen gibt. Es zeigt ihre Nachbarin Margot, die verzweifelt versucht, ihren frisch angelegten Blumengarten von dem Fischsuppengewürz zu befreien. Ein hoffnungsloses Unterfangen. Sehen Sie selbst:

 

Schadensersatzklagen gehen nun im Minutentakt bei der Staatsanwaltschaft ein. Es steht jedoch noch nicht fest, wer hierfür verantwortlich ist und die immensen Kosten übernehmen wird. Den Klägern jedenfalls ist jeglicher Appetit auf eine gute Fischsuppe gründlich vergangen! 🙂

Wir hoffen, dass Sie von dem starken Fischgewürzregen verschont geblieben sind und weiterhin Gefallen an einer schmackhaften Fischterrine haben!

 

©mauswohn

Datenwäsche

Morgens, acht Uhr. Und wieder beginnt ein normaler Tag auf der Alm. Normal? Von wegen. Hier geht es drunter und drüber. Die Hälfte der Almbelegschaft hat verschlafen. Die andere findet keinen gedeckten Frühstückstisch vor. Das dreckige Geschirr vom Vortag liegt noch im Spülbecken. Wie das kommt? Ganz einfach. Unser Hausmeister Herr Schrödinger ist nicht da. Nein, nein, er befindet sich keineswegs auf dem Weg in den wohlverdienten Urlaub. Ganz im Gegenteil. Noch vor Sonnenaufgang hat er seinen Rucksack geschnappt, um unsere ständig tropfenden Leitungen in der großen Datenwaschmaschinerie zu dichten. Denn seit Tagen steht das Wasser im Keller und … doch sehen Sie selbst!

Film ab !

 

Und wie sieht es mit Ihren Daten aus? Sind sie noch ganz dicht? 🙂

 

 

 

©mauswohn