BMW – Ein kuhler Autotest

Bei uns auf der Alm sind die meisten Bewohner sehr naturverbunden und gehen zu Fuß oder fahren mit dem Rad. Eine jedoch fällt ein wenig aus der Reihe und kann ihre Liebe zu Fahrzeugen nicht verhehlen. Unsere Kuh Hermine sammelt kleine Matchboxautos, die in einer Vitrine ihres Stalles aufbewahrt sind und einmal im Jahr entstaubt werden. Jetzt hat sich unsere Autonärrin an einen großen Autotest gewagt, nachdem sie vom „Automobilclub Wildsau“ gebeten wurde, einen BMW auf Fahrtauglichkeit für Kühe zu testen. Ein schwarzes Vehikel wurde ihr zur Verfügung gestellt, welches sogleich unter die Lupe genommen wurde. Hermines Fazit lautet nach ausgiebigen Testfahrten:

Note ungenügend. Der BMW bietet in der Fahrerkabine wenig Spielraum für großgewichtige Tiere. Hörner stoßen an der niedrigen Decke an und zerkratzen sogleich das teure Gefährt. Gas und Bremse sind mit Kuhklauen nur schwer zu bedienen, die von den glatten Pedalen schnell wieder abrutschen. Die Reifen sind für schwere Kuhfahrer gänzlich ungeeignet, da alle 200 Meter sämtliche Luft entwichen ist und neu aufgepumpt werden muss. Einzig die Kühlerhaube eignet sich als angenehme Liegefläche, ist als motorisierter Liegestuhl jedoch zu teuer. Kurzum bleibt festhalten, dass die Abkürzung BMW allenfalls für „Bayrischer Mistwagen“ stehen kann 🙂

Welche Erfahrungen haben Sie mit Fortbewegungsmitteln gemacht? Kommen Sie gut voran? 🙂

Kuh Hermine testet den Bayrischen Mistwagen

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Bild: debeste.de

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Die Tübingerin, die dem Mond ihren Stempel aufdrückte

Im Jahre 1801 machte sich Bertha Holzmann aus Tübingen auf eine ungewöhnliche Mission. Die Schreinerin hatte von ihrem früh verstorbenen Gatten ein stattliches Vermögen geerbt und erfüllte sich einen lang gehegten Traum. In ihrer Schreinerwerkstatt zimmerte sie aus feinstem Eschenholz eine Rakete und flog damit zum Mond. Die Hobbyastronomin war eine Vordenkerin ihrer Zeit und hatte schon früh erkannt, dass der Trabant künftig im Mittelpunkt vielerlei Interessenten stehen würde. Sie hatte es sich zur Aufgabe gemacht, den Mond vor Rabauken zu schützen und drückte ihm im wahrsten Sinne des Wortes ihren Stempel auf. Nachdem sie auf Jupiter, Saturn, Mars und Venus die Unterschriften diverser extraterrestrischer Anwohner eingeholt hatte, wurden diese mit dem universellen Kosmosstempel versiegelt. Das wichtige Dokument deponierte man auf dem Mond unter einem Stein mit den Initialen B.H.. Hiermit bekannten sich die Unterzeichner, für den Mond zu sorgen und jeglichen Raubbau zu untersagen. Dank dieser wagemutigen Mission dürfen wir weiterhin einen unversehrten Mond am Himmel betrachten, der sonst schon längst von der gierigen Menschheit anderweitig genutzt und verschandelt würde. Bertha Holzmann ist eine unvergessene Pionierin, deren Raumfahrt-Utensilien nun im Heimatmuseum in Wurmlingen zu sehen sind.

Was meinen Sie, sollten wir den Trabanten in Holzmond umbenennen? 🙂

Bertha Holzmanns Raumfahrt-Utensilien, die sorgsam an der Innenseite ihrer Rakete angepinnt waren

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Bild: Edward Collier

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Er sucht mörderisch gute Sie

Edwin lebt mit seiner Frau Brigitte in Mannheim. Das Paar war fünf Jahre glücklich verheiratet. Jetzt hat die Ehe einen erheblichen Riss erlitten. Jeden Tag, wenn die Zwei das Frühstück einnehmen, zu Mittag essen und das Abendbrot verzehren, dreht sich Brigitte beiseite und klimpert auf dem Klavier die Melodie „Alle meine Entchen“. Anfangs als Spielerei abgetan, hat Edwin nun keine Geduld mehr. Brigitte und ihre musikalischen Untermalungen gehen ihm auf die Nerven. Kurzzeitig spielte er mit dem Gedanken, seine Frau umzubringen. Dann griff er aber doch zur Tageszeitung und laß die Partnergesuche. Bis er eines Tages selbst eine Annonce aufgab und eine unmusikalische ruhige Dame suchte, die kriminelle Fantasien besitzt. Vielleicht kann er gemeinsam mit seiner neuen Partnerin der lästigen Brigitte ledig werden. Wie wird es wohl weitergehen? Was meinen Sie? 🙂

Edwin studiert die Zeitung während Brigitte die Klaviertasten bedient

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Bild: Edward Hopper

Kissen Berlin Skyline – hier erhältlich

Steinball

Fußball ist out. Steinball ist in. Doch der Reihe nach. Hier auf der Alm und in den umliegenden Dörfern haben die Einwohner schon länger den Ballsport satt. Nicht die Sportart an sich. Vielmehr den schnöden Mammon, der opulent die Hauptrolle spielt und Teenager als junge Millionäre über den Rasen springen lässt. Drum hat man sich hier etwas einfallen lassen, um körperlich fit zu bleiben und ein Spiel erfunden, bei dem Geschicklichkeit gefragt ist. Es handelt sich um Steinball. Als Spielgerät dient ein simpler Stein, dessen Größe jeder selbst bestimmen kann. Dieser muss in eleganten Dribbelbewegungen vorwärts gerugelt und in eine kleine Holzschale gekickt werden, die 50 cm hinter einer Linie steht. Das Spiel kann überall ohne großen Aufwand betrieben werden und kostet nichts, außer etwas Übung. Klingt langweilig? Keineswegs. Die SBL (Steinballliga) verzeichnet täglich neue Mitglieder. Alle wollen einen Stein ins Rollen bringen und sich in Körperertüchtigung üben. Leider hat gerade zu Beginn auch der Dorfarzt etwas mehr zu tun, wenn verstauchte Knöchel verbunden werden müssen. Doch das schreckt niemanden ab. Hier freut man sich, dass alles ohne hohe Ablösesummen vonstatten geht und genießt die Rückkehr in die Steinzeit 🙂

Probieren Sie es doch mal aus. Aber Vorsicht: Kopfball verboten 🙂

Erna Haberstroh ist eine Meisterin des Steinballs und kann mittlerweile mit geschlossenen Augen einen 8 Kilo schweren Stein in die Schale kicken

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Bild: Pieter Bruegel

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Französische Illusion

Einst Erich reiste nach Paris
wo er Spuren hinterlies.
Er raubte dort den Eiffelturm
das löste aus nen großen Sturm.
Ganz eifrig sucht die Polizei
dem Erich ist es einerlei.
Der Turm in seinem Garten steht
der Nachbar denkt, er ist aus Knet. 🙂

Erich klaut den Eiffelturm

Und was haben Sie geklaut? 🙂

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Bild: Marc Chagall

Handyhülle Curt Goetz – hier erhältlich

Reisen ohne Stress: SEHNSUCHTING

Mallybeau Mauswohn fabuliert

Die Welt zu bereisen, bietet spannende Eindrücke in fremde Kulturen und bereichert den Horizont. Doch wer kann sich heutzutage eine teure Weltreise leisten? Und das gänzlich stressfrei? Wir haben eine passende Alternative gefunden, um die Welt mit anderen Augen zu sehen. „Sehnsuchting“ bietet die Möglichkeit, entspannt auf Abenteuerfahrt zu gehen und gedanklich vielfältigen Menschen, Tieren und Orten zu begegnen.

Zum Inhalt: Wir alle tragen Sehnsüchte in uns. Doch wie oft folgen wir unseren Träumen und setzen sie in die Tat um?
Marabu Gerhard aus Mainz macht sich auf die Reise, um seine verborgenen Sehnsüchte zu ergründen.
Er folgt seinem Instinkt und bereist die Welt. Hierbei begegnet er lustigen Charakteren, landet im Weltraum und erlebt mit Ente Üt aus Tübingen und Trampeltier Berta aus New Jersey ungewöhnliche und humorvolle Abenteuer.
Skurrile Menschen, Tiere und Begebenheiten gestalten ihren Weg. Ob Westentaschenpferde, Aliens in London oder eine schwimmende Flöte. Fantasie und Realität vermengen…

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Panther Frost

Wissen Sie, wie in der kalten Jahreszeit der Frost entsteht? Nein, nein, kommen Sie nicht mit den üblichen Gesetzmäßigkeiten daher. Wir wissen schließlich, dass alles immer ein wenig anders ist, als es scheint. Unsere Almwissenschaftler forschen seit Jahren an diesem Phänomen und haben nun des Rätsels Lösung ergründet. Panther Frost heißt die Kanaille. Es handelt sich um ein kleines flinkes Tier, das nachts und in den frühen Morgenstunden mit Eimer und Farbe loszieht und der Umgebung ein Frostkleid verpasst. Blatt um Blatt wird in eine weiße Hülle gekleidet, keine Straßenlaterne und keine Windschutzscheibe lässt der unermüdliche Kerl aus. Diese filigrane Handarbeit ist wahrlich ein Meisterwerk, das nur die Sonne vernichten kann, indem sie die wasserlösliche Farbe mit ihren warmen Strahlen schmelzen lässt. Dass wir bei diesem Anblick kalte Finger bekommen, liegt an einer falsch kalibrierten Assoziation unserer Wahrnehmung. Wir verbinden mit den Wintermonaten eisige Kälte und merken nicht, dass es sich lediglich um ein optisches Kunstwerk des Panther Frost handelt, das aus weißer Farbe besteht. So kann man sich täuschen. Oder um es mit Ludwig Wittgenstein zu sagen: „Alles, was wir sehen, könnte auch anders sein.“ 🙂

Haben Sie den unermüdlichen Panther schonmal bei der Arbeit erwischt? 🙂

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Ein bißchen Schaf muss sein

Das Jahr klingt aus. Leise blöken die Schafe auf der Wiese. Ich begebe mich in ein Zwiegespräch mit den liebenswerten Vierbeinern. Die weiche Wolle schmiegt sich um ihre gut genährten Körper, die robusten Schafschädel beherbergen gutmütige unbeschwerte Augen, während die Kauwerkzeuge unermüdlich in Gang sind. Die Schafe strahlen Ruhe aus. Sie stehen und liegen im Hier und Jetzt. Ohne Worte teilen sie mit, wie wohltuend ein Leben ohne Hast sein kann. Gemütlich rupfen sie Grashalm um Grashalm, gehen den Tag gelassen an und sind.

Schneiden wir uns eine Scheibe ab. Nein, nicht vom Schaf. Von seinem Wesen. Gehen wir das neue Jahr mit Ruhe und Gelassenheit an. Sollte sich Unmut breit machen, mähen wir diesen besser mit dem Rasenmäher nieder, anstatt unnötig respektlose Worte fallen zu lassen. Mit Zurückhaltung, Demut und respektvollem Miteinander besteht Aussicht auf ein gelasseneres Dasein. Lassen Sie uns Schaf sein.

Ein bißchen Schaf muss sein. Kommen Sie gut ins neue Jahr, auf wievielen Beinen auch immer 🙂

Schafe unter sich
Was mag das Schaf wohl denken?
Passgenaue Wollpullover auf vier Beinen
Wohlig weiche Aussichten

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