Der Plus-Tod

Ein Nachruf
Beinahe täglich sind viele Menschen im Gebrauch einer Computertastatur, um damit zu koordinieren, zu schreiben, kurz: darauf mehr oder weniger herumzuhämmern. Oftmals wird lieblos auf die einzelnen mit Buchstaben, Zahlen und Zeichen versehenen Tasten eingedroschen, während man geistesabwesend auf den Bildschirm starrt und seiner Arbeit nachgeht.
So entstehen, selbst bei sanftmütigerer Handhabung der Tastatur, erhebliche Schäden, die nicht immer gleich bemerkt werden.
Plötzlich schlägt das große „A“ nicht mehr richtig an, die Punkt-Taste reagiert nur noch widerwillig. Allmählich treten immer mehr Funktionen in Streik. Bis es im schlimmsten Szenario zum absoluten Error, in diesem Falle zum Funktions-Tod einer Taste kommen kann. Da nützt kein reinigendes Spray mehr, kein sauberes Tüchlein, mit dem noch einmal Luft zugefächelt werden kann. Wie kürzlich, als die Almtastatur den Verlust einer Plus-Taste zu beklagen hatte.
Tief bestürzt krackseln die Wartungsarbeiter über die Buchstaben, hin zum verendeten Zeichen, das stets so viel gegeben, das stets so viel addiert hat. Ein schmucker Kranz wird auf dem Hartplastikkörper arrangiert, die kleine Gemeinde versammelt sich und spricht ein kleines Code-Gebet.
Der Pfarrer hinterfragt nochmals das sinnlose, über die Maßen lange Betätigen der Taste, die viel früher in Ruhestand hätte gehen sollen und so noch einen schönen Lebensabend auf einer ausrangierten Inseltastaur hätte verbringen können.
Oder könnte das Plus gar noch am Leben sein, wenn die anderen Buchstaben und Zeichen schneller reagiert und die Escape-Taste gedrückt hätten? Keine Antwort. Die Fragen verhallen zwischen den laut klickenden Tönen der bereits wieder in Betrieb genommenen Tastatur, auf der weiter Geschichten geschrieben werden. Die Trauernden verankern eine neue intakte Plus-Taste im Getriebe, verfrachten das tote Plus Richtung Papierkorb und gehen ihrem Tagwerk nach, bis der nächste Error vermeldet wird.

Dieser Nachruf wurde geschrieben von unserem neuen Mitarbeiter Herrn Plus ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ 🙂

Der Plus-Tod+
Die Plus-Taste Petra wurde nur 7 Monate alt. Sie hinterlässt eine voll funktionsfähige Tastaturfamilie.
©mauswohn

Bildquelle: Internet (der Urheber des Bildes konnte leider nicht ermittelt werden, kann sich jedoch jederzeit gerne bei mir melden, wenn er seinen Namen hier genannt sehen möchte)

Wie wärs mit einer musikalischen Gesichtsmaske? 

Buy yourself to death

Eine einteilige Undercover-Dokumentartrilogie

Erneut präsentieren wir Ihnen heute ein Meisterwerk des professionellen Laienregisseurs Almfred Hitchblog, der heimlich durch die Supermärkte der Großstädte tingelte, um die erschreckende Vielfalt unserer Konsumgütergesellschaft bloßzustellen. Aber Hitchblog wäre nicht Hitchblog, wenn er aus dieser schonungslos realistischen Dokumentation keinen Thriller gespickt mit kriminellen Elementen kreieren würde. Gekonnt subtil tritt er diesmal zu Beginn des Films ausschließlich akustisch in Erscheinung und hält sich mit seinem Cameoauftritt zurück, um bewusst die Hauptakteure, unsere Konsumgüter, zur Geltung kommen zu lassen. Passend zu dieser ungewöhnlichen Dokumentationsform findet Hitchblog die entsprechende Kameraführung. Geheimnisvoll undurchschaubar mit irritierenden Horizontal-Vertikal-Schwankungen. Eine filmische Meisterleistung, die in Hollywood bereits eifrig kopiert, aber nicht annähernd erreicht wird.
Der kulinarische Überfluss wird dem Zuschauer in versteckter Offensichtlichkeit vor Augen geführt, dass er, von Grauen gepeinigt und maßloser Übelkeit befallen, schnell das Weite sucht. Glücklicherweise endet dieses cineastische Meisterwerk (so manch einer bezeichnet es gar als Geisterwerk) nach 1 Minute und 52 Sekunden, so dass das Unwohlsein für den Betrachter noch in Grenzen gehalten werden kann.
Festzuhalten bleibt, dass Almfred Hitchblog dem neugierigen Kinobesucher die tägliche Gier nach Besitz gnadenlos offenbart und sie rückhaltlos an den Pranger stellt.
Der Filmkünstler strebt mit seinem neuen Werk die bleierne Speckschwarte des Metzgereifachhandels an. Auch diese Trophäe will erst einmal erobert und in der angestaubten Glasvitrine verstaut werden.
Die Bluray-DVD-Videokassette auf CD ist für lumpige 999,11 Euro erhältlich. Geliefert wird die Trilogie in einem unverwüstlichen Plastikschuber, verpackt in Cellophanpapier, verschnürt mit Polyäthylen-Polyestergarn, von einer wasserdichten Gummimatte gut geschützt. 0,01 Euro des Verkaufserlöses gehen an hilfsbedürftige Warenhausketten.

Buy yourself to death! 🙂

 

 

©mauswohn

 

 

Sie lieben Alfred Hitchcock? Dann haben wir etwas für Sie …

Das Monster von Loch Sommer

Die Sensation ist perfekt!
Das alljährliche Sommerloch wird uns in diesen Monaten nicht mit Langeweile und Tristesse den Garaus machen.
Wir haben den Knüller entdeckt, der Sie auf Trab halten wird und für Spannung sorgt.
Bereits vor einigen Tagen wurde auf der Alm das sagenumwobene Monster von Loch Sommer entdeckt. Bisher von der Presse als Mythos oder Fake News verspottet, ist es nun Gewissheit. Das Monster ist unter uns!
Einem Almbewohner, der namentlich nicht genannt werden möchte, gelang ein einzigartiger Schnappschuss, der als unwiderlegbarer Beweis für die Existenz des Ungeheuers gilt.
Kein unscharfes Fantasiebildchen, wie einst bei Nessie. Nein, wir warten mit klaren Konturen und sommerlichen Farben auf.
Ein bizarres Wesen, dessen schattenhafte Gestalt einem das Blut in den Adern gefrieren lässt. Bei diesen Temperaturen möglicherweise nicht das Schlechteste, mag sich manch einer denken. Doch es ist Vorsicht geboten.
Noch ist völlig unklar, ob es sich um ein Einzelexemplar handelt oder weitere Monster in Umlauf sind.
Bleiben Sie auf der Hut. Verfallen Sie aber bitte nicht in übertriebene Hysterie.
Wir haben auf der Alm einen gut ausgerüsteten Informationsstand und zahlreiche Fanartikel rund um das Monster errichtet.
Beschilderte Wanderwege mit mehrsprachigen Führungen sind ebenfalls in Arbeit. Auf interessierte Touristen und Wissenschaftler sind wir bestens eingestellt.
Unser Live-Ticker wird Sie stets über aktuelle Monster-News auf dem Laufenden halten.
Die ARD wird heute Abend um 20.15 Uhr ein Brennkomma „Monster, Monster, Monster“ zeigen, während bei Maybrit Illner geladene Gäste zum Thema „Monster, was nun Frau Merkel?“ diskutieren werden. Auch die WILD-Zeitung hat ihre Schlagzeile für morgen parat: „Monster raus! Merkel raus! Wir fordern Abschiebung!“
Sie sehen, das Thema elektrisiert die Massen und wird uns eine langweilige Sommerzeit ersparen.
Halten Sie derweil Augen und Ohren offen und bleiben Sie uns gewogen, bis es wieder heißt: Das Monster von Loch Sommer erhitzt die Gemüter 🙂

Das Monster von Loch Sommer
Eine fotografische Weltsensation – das Monster von Loch Sommer

 

 

 

©mauswohn

 

 

 

Sie lieben Mallybeau Mauswohn Design? Dann haben wir etwas für Sie … 😍😎😍

Flugzeug stürzt in Kaufhaus

Unser Hausmeister Schrödinger schlug heute morgen die Zeitung auf. Entsetzt schüttelte er den Kopf ob der Schlagzeilen, die zu lesen waren. Pressemitteilungen verbreiten sich heutzutage bekanntlich wie ein Lauffeuer. Und befindet sich nur eine einzige falsche Beschreibung in dieser Meldung, summieren sich die Fehler rasch in den sogenannten „sozialen“ Netzwerken und formieren sich zu Fake-News.
Die übereifrige Presse und allerlei Schreiberlinge machen sich das Motto „Schnelligkeit vor Gründlichkeit“ zu eigen, dichten noch rasch das ein oder andere Statement hinzu und im Nu entsteht eine Überschrift wie „Flugzeug stürzt in Kaufhaus“.
Dabei handelt es sich in diesem Falle lediglich um eine unglücklich platzierte Werbebande, die ein Flugzeug der Turkish Airlines eine Rolltreppe hinab in ein mehrstöckiges Einkaufszentrum stürzen lässt.
Daher die dringende Bitte der Bloghüttenpolizei: Sollten Sie Freunden oder Bekannten von der hier gezeigten Abbildung Bericht erstatten, egal ob in mündlicher oder schriftlicher Form, achten Sie bitte auf eine sachliche und präzise Darstellung der Fakten.
Beherzigen Sie das Motto „Gründlichkeit vor Schnelligkeit“, um eine weitere Schreckensmeldung zu verhindern.
Formulieren Sie positiv. Dramatisieren Sie nicht. Schreiben Sie beispielsweise: „Terroristen landen gekonnt im Supermarkt. Anführer besitzt Pilotenlizenz mit Auszeichnung. Oscarnominierung nur noch Formsache.“ So besteht nicht sofort der Verdacht eines entstandenen Blutbades und zerstörter Gebäude und Sie umgehen unnötige Diskussionen. Vielen Dank! 🙂

Flugzeug stürzt in Kaufhaus
Diese Werbebande, angebracht von Manni Z. aus W., hat bereits für viel Wirbel gesorgt. Aus Gram über diese unglückliche Anbringung, nahm sich der Herr auf der Rolltreppe das Leben … ob es sich hierbei um Fake-News handelt, wird derzeit von Kommissar Pinocchio überprüft.

Vielleicht schaffen wir es gemeinsam, aus dieser Horror-Überschrift eine schöne Geschichte zu zaubern …

 

 

©mauswohn

 

 

 

 

 


Wärbung

Neue Kunst fürs Eigenheim?

assemblage redbubble

 

Orbit Adipös

Heute setzen wir uns mal wieder mit dem vielseitigen Thema „Kunst“ auseinander. Unsere kleine Almgalerie „Kunstmus“ wurde nach zweijähriger Renovierungsarbeit erneut geöffnet. Und der eifrige Galerist Pit Casso hat es tatsächlich geschafft, einige namhafte Künstler von Weltruhm in unser beschauliches Dorf zu lotsen, um hier ihre Werke zu präsentieren. Zunächst befassen wir uns mit einem absoluten Senkrechtstarter der Kunstszene. Hugo Egon Kemp erweist uns mit seinem Erstlingswerk die Ehre. Um genau zu verstehen, worum es ihm bei seiner Arbeit geht, wurde von renommierten Kunsthistorikern eine aussagekräftige Bildanalyse angefertigt, so dass Sie sich nun selbst ein Bild von diesem Bild machen können:

Bildanalyse des fotorealistischen Gemäldes von Hugo Egon Kemp.

Titel: „ORBIT ADIPÖS“.

Öl auf Leinwand (bzw. Fett auf Moped)

orbit-adipoes

„Der Newcomer aus Aschaffenburg Hugo Egon Kemp hat mit seinem neuesten Werk einen Hype in der vor kurzem entstandenen Kunststil-Szene „Edge-Treatment“ ausgelöst. Neoplasmen reichen nicht mehr aus. Die Massenüberflutung wird angestrebt. Dies wird im Werke Kemps durch die massenhafte Stapelung der Ringe deutlich zum Ausdruck gebracht. Die Ringakkumulation steht als Symbol des permanenten Zwanges, Dinge um sich zu scharen. Das Kaschieren des fettleibigen Wohlstandsbauches ist hierbei als positiver Nebeneffekt nicht zu verachten. Außerdem verspricht der Ring-Raum zusätzliche mentale Erlebniswelten, die im Inneren der Ringe zirkulieren. Je nach Dichte der Stapelung, ist das mentale Sein intensiv oder eher durchlässig. Der Fahrer des Mopeds wurde von Kemp brilliant im Wahrnehmungsdschungel in Szene gesetzt. Nachdem der erste Blick des Betrachters unweigerlich auf das Ring-Ding fällt, wandert er von dort zu biomorph geformten Schultern des Mopedfahrers, der – wie man außerdem zu diesem Zeitpunkt bemerkt – Jeansjacke, Kappe und modernste Sandalenschlappen trägt. Diese Details offenbaren eine befremdliche Verlorenheit. Die lesende Frau am Straßenrand steht in irritierendem Gegensatz zu der Dynamik der industrialisiert wirkenden Welt im Hintergrund. Gummireifen und Sonnenbrillen können jedoch nicht von der mitfahrenden Zeitung ablenken. Sie ist scheinbar unwichtig platziert und konstituiert doch das Gegenmodell künstlerischer Welten: Den blanken Alltag. Der Duktus des Künstlers maßt prätentiös an. Man mag gar nicht hinschauen bei so viel Magie. Ganz im Zeichen des Self-design hebt hier der menschlich humane Skulpturenpark den Zeigefinger. Achtung! Haben wir es mit einem überdimensionalen Piercing zu tun? Oder ist dies eine körpereigene Realitätsdarstellung, die regelrecht zur Passion geworden ist? Der Schriftzug Vinh Phat im Hintergrund provoziert den Betrachter maßgeblich und weißt auf eine stilsichere Geschmacklosigkeit hin, welche Kemp natürlich – wie er uns selbst versicherte – bewusst einsetzt. Eine gewisse optische Penetranz ist dabei unumgänglich. Dass die Rikscha auf der Nebenbahn keinen Fahrer zu haben scheint, soll hier niemanden stören. Kemp ist mitunter der Pionier der pulverisiert weggesprengten Bildecken, die zum bereits oben erwähnten Kunststil „Edge-Treatment“ zählen. Man will es nicht glauben, aber dieser Mensch bringt es wirklich fertig, mit der ihm angeborenen kempschen Lässigkeit eine neue Stilstrategie hervorzurufen. So stand er kürzlich mit seinem Megafon auf einem ALDI-Parkplatz und startete die Durchsage „Neueeeeeee Stiiiiiiilstrrrraaategie.“ Das „r“ wurde hierbei gerollt, wie es einst Charlie Chaplin im Film „Der große Diktator“ vollführte. Der Künstler beabsichtigt nicht, mit seiner Malerei eine neue Diskussionsplattform zu schaffen. Er fordert, dass alles widerspruchslos hingenommen wird. Fraglich, ob ihm dies gelingen wird. Schließlich hat er mit seiner im rechten oberen Bildrand positionierten ausgesparten Ecke die Kunst revolutioniert und sorgt hiermit rund um den Globus für Furore.“

Und für alle Neugierigen, die noch mehr von unserem Kunstgenie wissen möchten, besteht nun die Möglichkeit, mit ihm zu plaudern. Herr Kemp hat sich freundlicherweise bereit erklärt, ein verlängertes Wochenende im Gasthof Lamprecht-Zollinger zu verbringen und Ihre Fragen zu beantworten. Wir freuen uns auf ein spannende Diskussionsrunde 🙂

 

 

©mauswohn

Was halten Sie von Powerfrauen?

Man kann die Ansichten und Betrachtungen von Wissenschaftlern, Professoren und sogenannten Experten einholen, wenn es um brisante Fragen unserer Zeit geht. Doch wir Almbewohner denken, dass ein repräsentativer Querschnitt verschiedener Bevölkerungsschichten befragt werden sollte, damit ein klares Meinungsbild entstehen kann. Und so haben wir das Forschungsinstitut für ungeklärte Fragen damit beauftragt, sich auf die Suche nach Antworten zu folgender Frage zu machen:

power-1

power-2

power-3

Und wie lautet Ihre Meinung zu dieser heiß diskutierten Frage? 🙂

 

©mauswohn

Mordshunger

Im Allgemeinen ist es ja so, dass Serienmörder, so sie denn von der Polizei dingfest gemacht werden können, meist lebenslänglich ihre Arschbacken hinter Gittern absitzen müssen. Natürlich nicht ganz zu unrecht, denn das Eliminieren von Mitmenschen ist im Alltagsleben doch eher verpönt. Wer so richtig Blut vergießen will, sollte da ganz ordnungsgemäß und nach Vorschrift in den Krieg ziehen. Aber das ist ein anderes Thema.
Bleiben wir bei den Serienkillern. Wenn auch viele von ihnen gefasst werden, so gibt es doch immer eine unbekannte Anzahl dieser Personen, die der Polente nicht ins Netz gehen und weiterhin auf freiem Fuße sind. So auch der 37-jährige Herbert K. aus M. Er kann auf eine stolze Karriere als nimmermüder „Um-die-Ecke-bringer“ blicken. Genaue Zahlen sind uns nicht bekannt, doch er behauptet, 17 Hausfrauen, 12 Bankiers, 3 Zahnarztgattinnen und einen Friedhofsgärtner umgebracht zu haben. Eine beachtliche Summe! Und natürlich fragt sich der Otto-Normal-Verbraucher, ob solch ein Verbrecherleben auf Dauer nicht recht eintönig werden kann, wenngleich ein gewisser Nervenkitzel gewiss vorhanden sein dürfte. Und so erzählte uns Herbert K. von seinem zweiten Standbein und gewährte uns einen Einblick in sein kleines Start-Up-Unternehmen, das demnächst den Markt erobern soll.
„Mordshunger“ nennt er sein Projekt, das sich auf originelle Art und Weise mit der Vermarktung von, nun ja, Fleisch beschäftigt. Da unser Gauner durch seine langjährige Tätigkeit als Killer reichlich Erfahrung im Zerteilen menschlicher Gliedmaßen besitzt, hat er sich über die Jahre einige Methoden der Fleischkonservierung zurecht gelegt. Nach einigen Rückschlägen zu Beginn, scheint er nun das richtige Rezept gefunden zu haben. Und so bringt er kommende Woche seine erste Kreation auf den Markt: „Eingelegte Damenbeine (enthaart), würzig“. Verpackt in einer handelsüblichen Konservendose mit ansprechender Etikettierung. Supermärkte wie Aldi, Lidl und Edeka haben bereits Interesse angemeldet und Herbert K. tüftelt in seinem Hobbykeller nun eifrig an weiteren Menüs.
Sie sehen also, dass ein Serienmörder seine freie Zeit durchaus kreativ zu nutzen weiß. Überzeugen Sie sich am besten selbst von seinen Zusammenstellungen. Unter fleisches@lust.mmh können stets Bewertungen, Anregungen und Kritikpunkte abgegeben werden. Unser Gauner ist für jede Idee dankbar und versichert, dass die Einnahmen ausschließlich in neue Mordinstrumente und somit in das Geschäft reinvestiert werden.
Die Kriminalpolizei wünscht guten Appetit! 🙂

Mordshunger
„Damenbeine (enthaart), würzig“ oder „Barbie to go“ – Die erste Kreation von Herbert K. aus M.
©mauswohn

Bildquelle: Internet (der Künstler konnte leider nicht ermittelt werden)

Gurken-Gerhard greift an

Nachdem unser Bananendackel Benedikt dank der unermüdlichen Mithilfe der Leserschaft über viele Umwege wieder auf der Alm eingekehrt ist und sich allgemein großer Beliebtheit erfreut, müssen wir heute eine tierische Schreckensmeldung verlauten lassen:
„Gurken-Gerhard greift an!“. Seit geraumer Zeit treibt ein gemeingefährlicher Gurken-Orka aus dem spanisch-karibischen Meer sein Unwesen in unseren heimischen Stuben. Lautlos taucht das gefräßige Gurken-Tier aus der Arbeitsplatte des Küchentisches auf, durchschneidet mit seiner messerscharfen Rückenflosse butterweich alles was ihm in die Quere kommt und macht im wahrsten Sinne des Wortes Hackfleisch aus jedem guten Stück Rindfleisch und anderen Fressalien.
Das grüne Monster hinterlässt eine Spur der Verwüstung, das Küchenmobiliar ähnelt einem Trümmerhaufen. Böse Zungen behaupten, dass Gurken-Gerhard von IKEA ins Rennen geschickt wurde, um die Verkaufszahlen der neuen Küchenlinie „Billi(g)“ in die Höhe zu treiben.
Doch nicht nur Herd und Essecke sind stark gefährdet. Aus bisher ungeklärten Gründen hat Gurken-Gerhard eine besondere Vorliebe für Finanzämter und durchpflügt dort Zimmer für Zimmer. Gummibäume und Kaffekocher fallen dem Vielfraß zum Opfer.
Die Bloghüttenpolizei steht vor einem Rätsel. Was bezweckt Gurken-Gerhard mit seinen Taten? Wie ist er zu fassen?
Halten Sie die Augen offen und den Verbandskasten griffbereit. Wir müssen mit dem Schlimmsten rechnen.
Hinweise zur Ergreifung des seltsamen Jägers nimmt jeder Obst-und Gemüsehändler rund um die Uhr entgegen.
Vielen Dank für Ihre Mithilfe 🙂

gurken-gerhard greift an_

 

 

©mauswohn

Meerjungfrau gesucht

Fischverkäufer Zeichnung

Mittlerweile kündigt sich nach dem geschichtsträchtigen Lehnduell-Klassiker mit Marisa Mauthe, dem Leoparden Erna und der sündhaft teuren Leopardinger-Weinflasche aller Orten ein regelrechtes Lehnduell-Revival an.
Und so berichten wir erneut von einem Spektakel der Extraklasse.
Frau Mirella Gagermus betrieb noch bis vor zwei Jahren einen kleinen Tabakwarenladen an der Hamburger Binnenalster. Doch durch das stetig ansteigende Gesundheitsbewusstsein der Menschen hatten ihre mexikanischen Hochlandzigarren gegen frisch pürierte Cranberrysäfte und Tofuburger bald das Nachsehen und sie musste ihren Laden schließen.
Auf der Suche nach einer neuen Arbeit wurde sie glücklicherweise schnell fündig. Zufällig wurde im Tierpark Hagenbeck dringend eine geübte Meerjungfrau gesucht. Die resolute Mirella brachte durch ihre Ausbildung als Schönheitstänzerin die idealen Voraussetzungen für diese Tätigkeit mit und erhielt umgehend einen Drei-Jahres-Vertrag.
So verdiente sie sich fortan ihre Brötchen und Fischstäbchen in einem gut beheizten Aquarium und wurde die neue Attraktion der Stadt. Die Presse berichtete fast täglich märchenhaftes von der Meerjungfrau und Touristen aus dem In-und Ausland pilgerten zu ihrem Becken.
In der Zeitung las nun auch Herr Heini Önzer, seines Zeichens Fisch-und Krabbenverkäufer auf dem Altonaer Fischmarkt, von Mirella Gagermus und war sogleich angetan ob ihrer grazilen Schönheit. Mit ihr als Werbeträgerin ließen sich seine Gewinne problemlos versiebzehnfachen. Und für seine Geschäftstüchtigkeit über die Landesgrenzen hinweg bekannt, begab sich der werte Heini umgehend Richtung Tierpark. Dort besuchte er die plantschende Frau Gagermus und unterbreitete ihr ein Angebot, das sie nicht ablehnen konnte.
Begeistert erzählte er ihr von den weltbekannten Lehnduellen und erläuterte sein Vorhaben, sie als Eyecatcher werbewirksam zwischen seinem frischen Fisch am Verkaufsstand platzieren und so zu einem Lehnduell herausfordern zu wollen. Frau Gagermus neben Hummerschwänzen drapiert und Herr Önzer auf der Ladentheke lehnend, ein Bild für Götter … und die zahlende Kundschaft. Hiervon versprach sich der eifrige Geschäftsmann eine beträchtliche pekuniäre Aufbesserung seiner Kasse. Selbstredend sollte die schöne Mirella fürstlich entlohnt werden. Mit frischer Krabbensuppe auf Lebenszeit und einer wöchentlichen Gratis-Schuppenpflege köderte er die Meerjungfrau, die dem Charme des kühlen Nordländers nicht widerstehen konnte. Sie legte ihre Arbeit im Tierpark umgehend nieder und lässt seit genau drei Wochen und sieben Stunden bei Heini Önzer auf dem Fischmarkt ihr wallendes Haar über die Meerestiere fallen. Unschwer zu erraten, dass sie dort innerhalb kürzester Zeit zum neuen Publikumsmagneten avanciert ist.
Währenddessen lehnt der clevere Heini neben der Registrierkasse und freut sich über sein einträgliches Geschäft. Bei diesem Lehnduell scheinen sowohl Herr Önzer als auch Frau Gagermus als Gewinner hervorzugehen. Lediglich der Tierpark Hagenbeck sieht ernüchtert ins leere Aquarium und sucht nun flossenringend eine gelenkige Meerjungfrau.
Bei Interesse bitte melden! 🙂

 

 

©mauswohn

#fedidwgugl – oder wie man querfeldein durchs Internet stolpert

Sie haben es mit Sicherheit schon mitbekommen. Die CDU hat einen neuen Wahlkampfslogan. „Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben“. Grandios, wie alle Werbesprüche unserer Politiker. Doch die CDU greift diesmal ganz tief in die kreative Trickkiste und kürzt dieses Statement auf Twitter mit dem aussagekräftigen Hashtag #fedidwgugl ab. Ist das nicht eine klare Botschaft, die man sich gut merken kann? Sie stimmen zu? Wir sehen das ganz genau so. Warum sind wir nicht schon früher auf die Idee gekommen, unsere Blogbeiträge ganz praktisch im kryptischen Telegrammstil zu schreiben? Das erspart virtuelles Papier, die Computertastatur wird nicht unnötig in Anspruch genommen und man sieht sich nicht mehr seitenlangen Texten gegenüber. Eine kurze und knackige Buchstabenabfolge wartet auf den Leser, der mit etwas Übung enorm viel Zeit beim lesen einspart und die Rechtschreibprüfung gänzlich in den Mülleimer werfen kann. So haben wir rasch unseren nächsten Beitrag auf das Wesentliche gekürzt und schmeissen Ihnen nur die wichtigsten Brocken vor die Augen. Um die noch etwas Ungeübten dieser Hashtag-Sprache nicht gänzlich im Unklaren zu lassen, sei erwähnt, dass der heutige Beitrag den Titel „Hefe-Heinz aus Gosslar“ trägt. Was Sie jetzt in dieser Buchstabensuppe über Hefe-Heinz herauslesen, bleibt Ihnen überlassen, frei nach dem Motto „Für einen Text, in dem wir gut und gerne lesen“:

S g Z  u d W d F L-Z e n M d G. E w s u z z B, z s d N n s a e a W o b o G. N o G, w w n e Z e.
B d Z h e s u H P a G. E w e M v m G. G, s u m. U w a d e B a u A s s u b a w, h e t V.
A K l d k H g C. G b h e i d G d G A u O a. U w e i G a d W l u i d P e, k e n a e K H. E e u E. D s E d s n d u s m n, w d H i d G S s u d c H a K z. U p d N a s H, d H w i z e. D M m i h n K f d J k.
N m m s d e w S u b d K e g. U o S, m m d E z i 6-j J h, s r w e g. D e w n n g, e w r a w e H. I d M f s k p K m z a u s l d a „H-H“ v J n n i e a e G g B d d S.
G w s C O, d a K i e Z g w u f b K b, h d g H a s H-K n w, ü g M a g K, d a i z e g S v.
D d e a d T i s H m v a g w, w e e T n A a. D w e w u s f n d g M i B a, d a S v M e u V w. S f e s h, s F m d c E E, d F R i e T a.

E A w d l b H-H v E F z e G e. G s m a d V e k H u s i d u S. D F A w s i S u e f B e d G i G a N. U w E d F s b, b s G R d w f F, b s d i n i B b H, b s p v F i d H k u e k T t. A r s o z Z d w T v F, h e p v H S u n.
E g I w g. I N n d g R a d F e p O f d f H. J, d S r s a f d A e H. V G ü s s H-H d S a S ü u g e v n L. S d Z t e n n L, h v R.

U d m O g H-H d M, s H G e a. D w e j n w e u f e a W g. E p H s s S u h s d s e W u d W e, u s a d f A z e.
I u K K h e s e n F g, d i a e h R e O g h. M d t M b s H-H n a d W u u s m d W.
U d M v d G: e z v H n. S v d K d i N, u d w z e K!

 

Uns würde sehr interessieren, wie es um Ihre Hashtag-Sprachen-Kenntnisse steht und welche Geschichte Sie hier entziffern konnten. Und natürlich präsentieren wir ebenfalls unsere Originalversion in der kommenden Woche… WwegN 🙂

 

 

 

 

©mauswohn