Alm-Si-n`est-ma: „Die unglaubliche Entführung des Almkäse Kasimir“

Erneut gibt es unglaubliche Geschehnisse von der Alm zu berichten, nachdem bereits vor nicht allzu langer Zeit ein seltsamer Telefonanruf für allerhand Wirbel sorgte. Glücklicherweise konnte unser ein wenig in Vergessenheit geratener Regisseur Almfred Hitchblog diese Vorkommnisse auf Film bannen, so dass Sie selbst Zeuge einer mysteriösen Kriminalgeschichte werden können.

Viel Vergnügen 🙂

 

 

 

 

©mauswohn

 

Hacking with Sam

Haben Sie Ihre Passwörter gut verschlüsselt? Sind Ihre elektronischen Daten ausreichend vor Hackerangriffen gesichert? Kein einfaches Unterfangen, nehmen doch die Zahlen der Hacker und deren ausgefeilte Tricks immer mehr zu.
Deshalb notieren wir hier auf der Alm unsere wichtigsten Kennwörter und Geheimziffern auf einer wasserdichten Papyrusrolle und verstecken sie neben … aber halt, das wird natürlich nicht verraten.
Doch selbstredend kommen auch wir nicht gänzlich ohne Internet aus und haben einige IT-Spezialisten in unseren Reihen, die für die Wartung unserer Bloghütte zuständig sind.
Und mit der Zeit hat sich einer von ihnen zu einem regelrechten Hacker, einem Tüftler, oder wie man im Schwäbischen zu sagen pflegt, einem Käpsele entwickelt und bastelt unermüdlich an skurrilen Neuerungen.
Sam heißt unser etwas eigenwilliger aber liebenswerter Erfinder, der es uns gestattet hat, einen Blick über seine Schultern zu werfen und ihm bei der Hackerarbeit zuzusehen.
Dies ließen wir uns natürlich nicht entgehen und zeigen Ihnen nun einen kleinen Ausschnitt aus dem Alltag unseres eifrigen Bastlers. Aber pssst, verraten Sie nicht seine Tricks!

Viel Vergnügen!

 

Und sollten Sie Probleme mit einem Ihrer technischen Geräte haben, wenden Sie sich vertrauensvoll an Sam. Der hackt jedes Ding! 🙂

 

©mauswohn

Some like it hot

Heute befasst sich das Almkino mit dem Thema „Kunst“.
Einem Gebiet mit schier endlosen Möglichkeiten und Meinungen.
Wir schlagen eine Kerbe in die Sparte Graffiti und betrachten dieses Genre etwas näher.
Den meisten Menschen sind die gesprühten Gebilde an Hauswänden, Zügen und anderen öffentlichen Einrichtungen ein Dorn im Auge.
Die Aerosol-Junkies, wie sich die Graffiti-Künstler oftmals selbst bezeichnen, ziehen durch die Städte und untermalen das urbane Leben mit ihren Bildern.
Wir haben einen der bekanntesten Sprayer der Szene beobachtet und konnten ihn, was bisher noch keinem gelang, vor die Kamera zu einem kleinen Interview bewegen.
Nach diesem Film wird der ein oder andere möglicherweise seine Meinung bezüglich dieser Straßenkunst überdenken. Ob positiv oder negativ sei dahingestellt.

Viel Vergnügen!

Interesse geweckt? Wollen Sie ebenfalls den Nervenkitzel spüren und mit einer Spraydose bewaffnet um die Häuser ziehen und Street-Art-Künstler werden? Kein Problem. Konfuzius Hot bietet einen einwöchigen 6-Tage-Kurs zum Thema „Ich will sprayen – oder: warum ich nichts Besseres zu tun habe“ an. Die Besuchszeiten erfragen Sie bitte in an der Eingangspforte in Stammheim. 🙂

 

 

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Winter-Si-n`est-ma: „Wie es euch gefällt“

Kalt ist es geworden. Nebel und Regen haben sich auf der Bloghüttenalm eingenistet. Wer nun heute bei der neuesten Freiluftaufführung des Almkinos dabei sein will, muss sich wohl oder übel durch das etwas ungemütliche Wetter begeben, um noch einen trockenen Sitzplatz auf den Wiesen zu ergattern. Aber Frischluft ist ja bekanntlich gesund, so sehen wir den Spaziergang am besten als gesundheitsfördernde Maßnahme.

Die Herren Hitchblog und Nozart haben sich für die kalte Jahreszeit einen absoluten Klassiker aufgehoben. Früher oder später wagt sich schließlich jeder große Regisseur und selbsternannte Kunstfilmer an … genau, Sie ahnen es bereits, an die Werke von William Schüttelbirne. Der Meister aller Meister, zumindest für die Meisten, steht auf dem Programm. Unser unverwüstliches Kreativgespann zeigt eine Neuinterpretation des Stückes „Wie es euch gefällt“. Die Protagonisten dieser Inszenierung wurden unter 2500 Bewerbern nach mehrjähriger Suche sorgfältig ausgewählt. Den Zuschlag erhielten zwei Kammerschauspieler des Almtheaters. Eine große Ehre für unser überschaubares Ensemble. Und ohne unbescheiden sein zu wollen, sind wir der Meinung, dass die Herren Hitchblog und Nozart keine bessere Wahl hätten treffen können. Überzeugen Sie sich selbst von einer schauspielerischen Glanzleistung, die Ihresgleichen sucht und vermutlich niemals finden wird. Theaterkenner kommen hier voll auf ihre Kosten.

Warme Decken und Regenschirme liegen auf den Almwiesen bereit, so dass dieses Spektakel höchstens für den Gaumen ein feuchtfröhliches werden kann. Genießen Sie den kulturellen Höhenflug … wie es Euch gefällt

Viel Vergnügen! 🙂

 

Wir hoffen, dass unsere Almschauspieler mit ihrer Darbietung aus den Theatermuffeln unter Ihnen künftige begeisterte Theatergänger machen konnten und freuen uns auf Ihren nächsten Besuch!

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#Lebkuchen #Cookies

Wissen Sie, warum wir auf der Alm vor ein paar Tagen den Entschluss gefasst haben, nie mehr Lebkuchen zu essen?
Dies haben wir erneut einer höchst äußergewöhnlichen Begebenheit zu verdanken:
Sicherlich kennen Sie auch dieses Gefühl. Sie schlagen morgens die Augen auf, schälen sich verschlafen aus der Bettdecke und noch bevor Sie einen Fuß auf den Boden gesetzt haben, liegt eine Atmosphäre in der Luft, die andeutet, dass heute alles anders verlaufen wird, als an den übrigen Tagen.
Man scheint in einem surrealen zweiten Universum zu erwachen, in dem man all seine üblichen Handlungen wie sonst auch vollführt, nur hüllt sich dieses Mal ein unnennbares Gefühl um diesen Tag.
Neulich lag wieder solch eine Stimmung über der Alm.
Sämtliche Almbewohner waren ein wenig verwirrt, nichts wollte so recht gelingen, bis wir dann beschlossen, den Rest des Tages frei zu nehmen. Einige verkrochen sich sogleich wieder in ihren Betten, andere zählten Schneeflocken, die seit geraumer Zeit still und heimlich vom Himmel fielen.
Und die Kuh aus Malibu schnappte sich ihre Jacke und lies bei einem abendlichen Winterspaziergang ein wenig frischen Wind durchs Oberstübchen wehen.
Und Sie können sich kaum vorstellen, was dann passierte …

Verstehen Sie nun, warum wir keine Lebkuchen mehr essen? 🙂

©mauswohn

Herbst-Si-n`est-ma: „Klingel – Ein schwäbischer Haustürschwank“

Mittlerweile kennen Sie es schon. Das Freiluftkino der Bloghüttenalm lädt Sie zu einem weiteren cineastischen Großereignis ein. Die üblichen Verdächtigen sind wie immer am Start, in Person der Herren Hitchblog und Nozart, die nimmermüde an einem neuen Werk gefeilt haben, das hinter vorgehaltener Hand bereits als Kassenknüller gehandelt wird. So nahmen sich die zwei Tüftler dieses Mal dem Thema Dialekt und einer der wohl ungeliebtesten Berufssparten, dem Vertretertum, an. Das akribisch recherchierte Werk erinnert stark an die frühen Produktionen Chaplins und Keatons. Nicht Wenige sehen hierin ein Übertrumpfen der zwei Altmeister und suchen bereits nach neuen Superlativen, um diesem famosen Filmkunststück gerecht zu werden. Zum Inhalt:

Im Ländle. Ein gewöhnlicher Dienstag Vormittag. Die Kirchturmuhr schlägt 10 Uhr 30. Wie immer wird überall fleißig gearbeitet, Gehwege erfreuen sich größter Reinlichkeit, die Biotonnen sind ordentlich ausgeputzt, die neue Mercedes A-Klasse der redlichen schwäbischen Hausfrau steht frisch gewienert vor der peinlichst aufgeräumten Garage, in der sich vom Boden essen ließe, um den Nachbarn den hart erarbeiteten Stolz direkt vor die neidischen Augen zu halten.
Die Vögel zwitschern vergnügt, als plötzlich Unheil droht. In die heimelige Idylle bahnt sich ein Eindringling seinen Weg. An der Straßenkreuzung biegt ein schäbiger rostroter Ford Fiesta um die Ecke und hält mit stotterndem Motor vor dem gepflegten Anwesen der Familie Ruggaber-Mäule.
Quietschend öffnet sich die Fahrertüre und ein Mann mit Hut, in einen zerschlissenen Nerzmantel gekleidet, an den Füßen Lederriemensandalen tragend (im Schwäbischen besser bekannt unter der Bezeichnung „Jesuslatschen“), steigt aus seinem, Auto möchte man beinahe nicht sagen, Rostlaube wäre der treffendere Begriff,  und hieft aus dem Kofferraum eine große unförmige Tragetasche. Er klemmt sich das undefinierbar riechende, bereits sehr mitgenommen dreinschauende Utensil unter den rechten Arm und steuert zielgerichtet die Haustüre des makellosen Heimes an.
Die Singvögel, die sich seelenruhig im Vorgarten neben den polierten Gartenzwergen, im Baumarkt in der Schnäppchenecke „Zwei zum Preis von einem“ erstanden, niedergelassen haben, schrecken ob des ungewohnten Gastes ängstlich auf und verstecken sich in der akkurat geschnittenen Buxbaumhecke, die beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden – oder Wer ist der beste Heckenschütze“ im vergangenen Jahr den ersten Platz belegte.
Die dreckigen Fußsohlen des Fremden hinterlassen unschöne Abdrücke auf dem neu verlegten Treppenstufenarrangement im Eingangsbereich. Ein ungesundes Husten lässt der einem Vertreter nicht unähnliche Besucher seinen Lungen entweichen, reckt seinen rechten Arm in die Höhe, zückt den Zeigefinger und lässt ihn mit einer gekonnten Bewegung auf den eigens mit einem Hinweisschildchen versehenen Klingelknopf herniedersausen. Es ist geschehen. Der Klingelvorgang ist in Gang gesetzt, ein sauberes „Ding-Dong“ ertönt im Hause Ruggaber-Mäule. Resolute Schritte erklingen hinter der verschlossenen Türe. Der Fremde nestelt an seinem Mantelkragen, die Türe öffnet sich. Vor ihm steht eine gepflegte Frau mittleren Alters. Ihr rotbackiges Gesicht ist in leichte Speckröllchen eingebettet, Schweißperlen triefen den dicken Hals hinab. Eine bunt geblümte Schürze ist um den voluminösen Körper der sichtlich geschäftigen Hausfrau gebunden, in der linken Hand hält sie ein Staubtuch. Unvermittelt sieht sie den Fremden an und fragt in deutlichem Ton:

Wie es weitergeht? Das Übliche. Der Herr mit Hut und Schmalz peilt das Nachbarhaus an, während die penible Hausfrau sofort den hinterlassenen Dreck registriert und kopfschüttelnd einen Eimer mit Putzwasser und den Schrubber holt, um die Misere zu beseitigen. Anschließend geht es ab in die Küche. Die Spätzle müssen bis 12 Uhr frisch dampfend auf dem Tisch stehen, wenn der fleißige Gatte von der Arbeit nach Hause kommt und seiner Frau (manchmal nervigen Alten) erzählt, wie viele Butterdosen er inklusive Schneidebrettle an die Japaner verkauft hat.
Oder wie der Schwabe zu sagen pflegt: Von nix kommt nix ond schaffa isch a Gschäft! 🙂

 

Als Verpflegung reichen wir heute selbstverständlich überwiegend schwäbische Spezialitäten wie Spätzle mit Linsen und Saitenwürschtle, dazu ein Gläsle Moscht oder ein Viertele Trollinger.

Viel Vergnügen und Guten Appetit! 🙂

©mauswohn

Herbst-Si-n`est-ma: „Pferdetango oder eine verkalkte SpielerEI“

Und wieder ruft das Freiluftkino der Bloghüttenalm.
Um den kühlen Herbst ein wenig mit sommerlicher Atmosphäre zu untermalen, haben sich die Herren Hitchblog und Nozart einer Realdokumentation angenommen, deren Geschichte sich im nördlichsten Süden Brasiliens abgespielt hat:

Carlos Eduardo war Pferdeliebhaber seit frühester Kindheit. Und so hatte er sich einen langgehegten Traum erfüllt und ein Lippizaner-Pinguin-Gestüt im Süden Brasiliens eröffnet.
Leider ließ sein Geschäftssinn zu wünschen übrig und bereits nach sieben Tagen musste sein luxuriöses Großprojekt hoffnungslos verschuldet Konkurs anmelden.
Ob dieses überwältigenden Schicksalsschlages verfiel der werte Herr Eduardo in die weltbekannte südländische Sommerdepression und musste sich in psychiatrische Behandlung zu Professor Caballo begeben. Dort riet man ihm in vielen langwierigen Therapiesitzungen, seine psychischen Probleme durch künstlerisches Arbeiten in Form von malen, stricken und töpfern in den Griff zu bekommen. So raffte sich der ermattete Carlos auf und beschloss, sich der Bildhauerei zu widmen, um auf andere Gedanken zu kommen.
Da frische Bio-Eier von Legebatteriehennen zu den wenig erschwinglichen Lebensmitteln gehörten, deckte er sich mit 11 Großpaletten derer ein, kochte ein Ei nach dem anderen ab und aß sich zunächst einmal satt. Doch schnell wurde Herr Eduardo der vielen Eier überdrüssig und suchte nach einer Entsorgungsmöglichkeit.
Da keimte die kreative Ader des Pferdenarrs allmählich auf und er beschloss, aus seinem Restbestand von Eiern ein bildhauerisches Werk zu kreieren. Das hatte seines Wissens bisher noch niemand gewagt. Er sah bereits wieder Licht am Ende des Anfangs und träumte nun von künstlerischen Ruhmestaten.
Flugs griff er zu einem Filzstift aus Elefantenhaut, den ihm großzügerweise sein Nachbar Louis Armstrong aus seinem florierenden Unternehmen mit Tierstiften gespendet hatte.
Kaum zu stoppen bemalte der wiedererstarkte Herr Eduardo ein Ei nach dem anderen mit Gesichtszügen seiner jeweiligen Stimmung und hatte bald ein kurioses Sammelsurium an Eierköpfen in seiner Küche, seinem Wohnzimmer und seiner Toilette gebunkert.
Doch wie er sich so durch all die Grimassen in seiner Wohnung zwängte und ihm überall ein Teil seines Ichs entgegenblickte, fiel er erneut in eine tiefe Depression und schlug ein Ei nach dem anderen auf den Kopf, schälte es voll Verachtung und sank nach wochenlangem Rumgeeiere erschöpft auf sein mit Eierschalen übersätes Sofa.
Diese Energieleistung rief erneut ein großes Hungergefühl in dem verzweifelten Carlos hervor. Seufzend griff er zu seiner letzten Packung Pferdefleisch im Kücheneckschrank, formte daraus lustlos einige Fleischküchle, ließ sie in der Pfanne brutzeln und aß gedankenverloren eines nach dem anderen auf.
Und plötzlich merkte er, wie sein Blut erneut in Wallung geriet, Fröhlichkeit durchzuckte sein tristes Gemüt. Die Pferdefleischfleischküchle hatten ihm unvermutet Kraft und Lebensmut gegeben. 250 Pferdestärken waren in Carlos Eduardo übergegangen, der wie ein unerschütterliches Rennpferd dastand und vor Stolz und Würde erstrahlte.
Von diesem Enthusiasmus beseelt, stieg er in die Tierstiftfabrikation seines Nachbarn ein, entwarf teure Designereier in Zusammenarbeit mit Carl Fabergé und sang jeden Abend im Sonnenuntergang auf der Veranda bei einem frischen Glas Pferdewein mit seinem besten Freund Louis Armstrong „What a wonderful world“.

Neugierig geworden? Der Filmprojektor glüht vor. Dann lassen Sie uns gemeinsam auf die Alm schlendern und das neue Meisterwerk unseres Kreativduos genießen.
Aus der Almküche werden außerdem frische Fleischküchle und Pferdeäpfel mit Apfelmus kredenzt.

Viel Vergnügen und Guten Appetit! 🙂

Die Redaktion wünscht einen angenehmen Tag mit frischem Elan, Kraft und Energie.
Und wie heißt es doch so schön: Das Glück dieser Erde, liegt im schmackhaften Fleisch der Pferde! 🙂

©mauswohn

Herbst-Si-n`est-ma: „Ein Fall für Zwei – Dem Tee-ter auf der Spur“

Allmählich sind  Äpfel und Birnen reif, die Bauern ernten die Felder. Der Herbst hat sich unbemerkt angeschlichen und beendet leise den Sommer. Und für schöne Spaziergänge im Freien eignet sich diese Jahreszeit ganz ausgezeichnet. So lädt die Bloghüttenalm wieder zu einer Herbst-Si-n`est-ma-Freilichtaufführung auf den herbstlichen Wiesen ein.
Erneut konnten wir eine Coproduktion der Herren Hitchblog und Nozart ergattern und versprechen diesmal eine gelungene Mischung aus Dramatik, Krimi und Mystery. Herr Hitchblog bezeichnet dieses Genre gerne als Dokuthrillery mit Rätseleffekt. Doch machen Sie sich selbst ein Bild.
Die fiktive Realdokumentation, um Mitternacht auf dem Hinterhof einer Sondermülldeponie gedreht, „Ein Fall für Zwei – Dem Tee-ter auf der Spur“ entführt den Betrachter in eine beängstigende Alltagssituation, der man sich hilflos ausgeliefert sieht. Die Schauspieler halten sich bewusst im Hintergrund, der Blick aufs Wesentliche wird dem Zuschauer unausweichlich auf die geröteten Augen gedrückt. Fragmentarische Klangkompostierungsfetzen von Herrn Nozart subtil untergeschoben, drängen dem Betrachter unweigerlich mysteriöse Fragen auf und entlassen ihn völlig konfus mit einer kleinen Hilfestellung, die jedoch bewusst keine Auflösung bietet und jedem selbst überlassen bleibt. Eindeutig ein Krimi für Kenner und Liebhaber der abstrakten Neodramatik. Explosionen, Schießereien und stumpfsinnige Dialoge werden durch die ausgearbeitete Kameratechnik und die jahrelange Filmerfahrung des Regisseurs als völlig überflüssig entlarvt.
Dieses cineastische Werk schneidet erneut eine tiefe Kerbe in bisher dagewesene Wahrnehmungsformen und wird mit Sicherheit bleibende Eindrücke und Rätsel beim Zuschauer hinterlassen.
Freuen Sie sich auf die Weltpremiere dieses zeitlosen Kassenschlagers. Lassen Sie uns gemeinsam auf dem Feldweg Richtung Großbildleinwand spazieren und einen herrlichen Herbsttag genießen.
Für anschließende Verpflegung ist wie immer gesorgt.
Film ab! 🙂

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Sommer-Si-n`est-ma: „Die Tomantschen kommen“

Noch neigt sich die warme Jahreszeit nicht gänzlich dem Ende und so bleibt Zeit für eine weitere Sommer-Si-n`est-ma-Aufführung.
Nachdem bei der ersten Vorstellung das Genre Küchen-Western bedient wurde, begeben wir uns heute in die Sparte des Küchen-Horror-Splatters. Also nichts für schwache Nerven und zart besaitete Gemüter.
Erneut handelt es sich bei dem heutigen Film um eine Coproduktion der Herren Hitchblog und Nozart.
„Die Tomantschen kommen“ dürfte vor allem tomatenbegeisterte Splatter-Horrorfans erfreuen, die bei diesem inhaltlich tiefgründig verstrickten Werk voll auf ihre Kosten kommen werden:
Erol Tomato aus Michigan ist Ketchuphersteller und beliefert die größten Imbissbuden im Land. Das Geschäft floriert. Soeben hat er einen weiteren Vertrag mit der Deluxe-Würstchenbudenkette „Psycho Meat“ abgeschlossen. Wenig erfreut beobachtet dies sein ausgeboteter Konkurrent, der Senfhersteller Hank Hardy aus Utah. Um Erol Tomato unter Druck zu setzen, engagiert er eine Zombie-Einheit, welche die Tomatenfabrik dem Erdboden gleichmachen soll. Und so rückt die Truppe an, metzelt sämtliche Tomatenfabrikarbeiter nieder, die sich ihrerseits aber nicht kampflos geschlagen geben. So tobt ein Massaker mehrere Tage lang, bis sich schließlich beide Parteien, Senf und Tomate, gegenseitig eliminiert haben. Und wenn zwei sich streiten, freut sich bekanntlich der Dritte. In diesem Falle ist es der Mayonaisehersteller Macky Messer, der den neuen Vertrag mit „Psycho-Meat“ unterzeichnen darf.
Ein von Filmkritikern einerseits hochgelobter Film, allerdings legten Sterneköche und Gourmetrestaurants ob der martialischen Gewaltszenen Protest ein, und so wurden die eigentlichen Höhepunkte dieses Küchen-Horror-Epos zensiert.
Doch lassen Sie sich hiervon nicht die Laune verderben, es bleiben noch ausreichend visuell schmackhafte Tomatensplatter vorhanden.
Und vielleicht ahnen Sie es bereits. Um die Großbildleinwand auf den Hügeln der Alm zu erreichen, müssen wir natürlich erneut zunächst den Feldweg betreten. Genießen Sie den Spaziergang mit dem anschließenden Kinoerlebnis.
Selbstverständlich erhält jeder Bloghüttenbesucher seine gewünschten Knabbereien und wird nach dem Horrorszenario ausreichend medizinisch versorgt.

Viel Vergnügen! 🙂

 

Die Deluxe-Edition dieses Filmes erhalten Sie in einer roten Plastikgeschenkbox inklusive Fleischermesser, Tomatenketchup und zwei Mullbinden. Nur solange der Vorrat reicht!

Und einen herzlichen Dank an die werte Frau Kulturreisende, die für die Filmarbeiten ihr iPad zur Verfügung gestellt hat!

 

 

 

 

©mauswohn

Sommer-Si-n`est-ma: „Atemlos“

Der Sommer hat sich im Bloggebirge eingenistet und man neigt dazu, Beschäftigungen nachzugehen, die im Winter mit größerem Unwohlsein verbunden sind. Das Freibad besucht man dann doch lieber bei 40 Grad im Schatten als bei Schnee und Eis. Außerdem bieten die Sommermonate die Möglichkeit für kuhlturelle Freiluftveranstaltungen.
So findet auch in diesem Jahr auf der Bloghüttenalm ein Open-Air-Sommer-Si-n`est-ma statt.
Ideal eignen sich hierfür die hügeligen Weideflächen. Eine überdimensional große Breitbildleinwand aus feinsten Libellenflügeln gewebt, wurde hinter der Hütte aufgebaut. Die Besucher können kommen. Und zum Auftakt dieses Frischluftereignisses zeigen wir Ihnen erneut eine Coproduktion der Herren Almfred Hitchblog und Fuchsflur Amadeus Nozart.
„Atemlos“ heißt ihr neuestes Werk, ein abstrakt moderner Western. Die Geschichte spielt am toten Meer, wo die Fishboy-Fischer Angelo und Pippo täglich ihre in Salz eingelegten Fische an Land ziehen. Hierbei kämpfen sie erbittert gegen die aufkommende Industrialisierung, die angeführt wird von den erstarkten Becher-Komantschen. Unerbittlich trampeln die Becher-Bisons über die frisch gefangenen Fische Angelos und Pippos hinweg. Tag für Tag müssen sie mit ansehen, wie die Indianer immer mehr ihres Fanggebietes einnehmen und sie an den Rande ihrer Existenz treiben. Da sieht Pippo keinen Ausweg mehr, er greift zur Waffe und schießt. Ein Duell auf Augenhöhe gegen den Häuptling Wounded Porcelain. Doch der tagelange Verzicht auf Nahrung haben Pippo die Schwäche in die Glieder treiben lassen, er verfehlt sein Ziel. So nimmt die Geschichte ihren Lauf. Die Becher-Komantschen nehmen das Küchen-Territorium in Beschlag und die zwei letzten Fishboys gehen als die Verlierer am Salty-Kitchen-River in die Geschichte der Kochbücher ein.
Ein spannungsgeladener Abstrakt-Western (mit Betonung auf „abstrakt“) der Extraklasse wartet auf Sie.
Neugierig geworden? So begeben Sie sich mit uns zunächst auf den Feldweg Richtung Almwiese, wo der Filmprojektor bereits vorglüht. Dort beginnt dann in wenigen Minuten das Spektakel. Speziell für Herrn Heinrich steht als Imbiss ein frischer Tomatensalat bereit. Da mir die anderen Lieblingsspeisen der Bloghüttenbesucher nicht bekannt sind, gibt es pauschal für alle eine Tüte Popcorn. Kulinarische Wünsche werden selbstverständlich gerne entgegengenommen. Für warme Decken ist ebenfalls gesorgt.

Und der Eintritt ist natürlich frei! Vorsichtshalber! 🙂
Film ab!

Nach der Vorstellung:
Zuschauer 1: „Was für ein Schwachsinn!“
Zuschauer 2: „Du sagst es. Die Künstler fischen bestimmt nur im Trüben.“
Zuschauer 1: „Zum Glück war der Eintritt frei. Meinst Du, wir erhalten dennoch Schadenersatz?“
Zuschauer 2: „Der wird wohl kaum in barer Münze ausgezahlt. Höchstens in klingender, aus dem Geldbeutel von Herrn Nozart.“
Zuschauer 1: „Das Beste an dem ganzen Abend war die geklaute Filmsequenz.“
Zuschauer 2: „Stimmt. Los komm. Wir wechseln die Bloghütte. Eine ordentliche Fata Morgana ist mir wesentlich lieber. Der Fisch hier stinkt zum Himmel.“
Zuschauer 1: „Ich hab dir ja gleich gesagt, dass der Feldweg von Herrn Ösi mehr zu bieten hat.“
Zuschauer 2: „Ja ja ja, man kann sich ja auch mal auf Abwegen befinden!“

©mauswohn