Fatman?

Herbert Renzmann lebt in Dortmund. Der 15-jährige Junge ist Frührentner. Durch ein paar geschickte Kniffe hat er die undurchschaubare deutsche Bürokratie ausgetrickst und bezieht seit einiger Zeit eine stattliche Rente von sage und schreibe 45.000 Euro. Davon hat er sich zunächst eine große Burgermaschine gekauft, die nun in seinem Keller steht und ihn von morgens bis abends mit dick belegten Hamburgern versorgt. Für das leibliche Wohl ist also gesorgt. Jetzt sucht der gute Herbert nach einer Beschäftigung, die seinen Lebensabend, wie die Burger seinen Magen, ausfüllt. Nach reiflicher Überlegung und intensivem Studium seiner Comichefte kam der Junge zu dem Entschluss, ein Superheld zu werden. Genau wie Batman oder Superman. Doch wie sollte er das bewerkstelligen? Nach einer Extraportion Nachdenk-Hamburger beschloss der füllige Herbert, zunächst an seinem Äußeren zu arbeiten. Ein stattlicher Umhang war in einer roten Wohnzimmergardine schnell gefunden. Und nun steht der Junge vor seinem Spiegelbild und grübelt. Er grübelt und grübelt, was für ein Superheld wohl aus ihm werden könnte. Und da auch ein solcher mal Unterstützung benötigt, wollen wir ihm gerne behilflich sein, wie sein zukünftiges Leben aussehen könnte. Wenn Sie eine Idee haben, zögern Sie nicht, dem nachdenklichen Herbert unter die Arme zu greifen. Die Kommentarfunktion ist wieder freigeschaltet …. 🙂

Herbert Renzmann möchte Superstar werden.

©mauswohn

Bildquelle: Internet

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28 Gedanken zu “Fatman?

  1. Also ziehe ich jetzt noch mein Batman-T-Shirt drunter oder doch nicht? Eigentlich wollte ich ja gleich losfliegen. Aber vielleicht gehe ich vorher noch mal pinkeln. Aber wenn ich pinkeln gehe und muss dann gar nicht, dann stehe ich da wieder nur blöd rum, ….

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    1. Diesem Gedankengang könnte der gute Herbert durchaus nachgehen. Wer weiß schon, was in solch einem ausgefuchsten Frührentnergehirn vor sich geht?
      Auf jeden Fall sollten wir in nächster Zeit beim Blick gen Himmel darauf achten, dass uns nicht versehentlich ein korpulenter Superheld auf den Kopf pinkelt 🙂

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    1. Oh, da lässt sich ja einiges hinein interpretieren 🙂 Soll der gute Herbert künftig als Superheld bei der fliegenden Müllabfuhr arbeiten? Wäre eigentlich keine schlechte Idee. Vielleicht übernimmt er dann die Müllbeseitigung in den Meeren. Da wäre er wahrlich ein Held.
      Aber auch wenn er nur verdreckte Mikrowellengeräte reinigt, sollten wir diese Tätigkeit als heldenhaft einstufen. Schließlich ist jeder ein Held im Rahmen seiner Möglichkeiten 🙂

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  2. Ding Dong Ding Dong. Na endlich. Der Amazon Bote schleppt große Kisten in die Wohnung. Unser Herbert ziemlich aufgeregt. Unboxing. Riesige Turbinen kommen zum Vorschein. Dieser Daniel Düsentrieb hat mal wieder ganze Arbeit geleistet. Herbert schraubt die Aggregate unter sein Cap. Saugeil! Er zündet die Motoren. Will rüber ans andere Ende des Dorfes. Aber hey! Soll er als Frührentner etwa gehen? Nö. Gehen ist für die breite Masse. Nicht für Herbert. Schon ist er in der Luft. Umrundet den Kirchturmturm 3 x bevor es an der Laterne östliche Richtung äh weitergeht. Dr. Schnippelmich erwartet ihn Punkt 14 Uhr 37. Jetzt 18 Uhr 04 MEZ. Die akademische Viertelstunde Verspätung also. Kacke! An die Landung hat er nicht gedacht. Fällt auf die Schnauze. Putzt sich ab. Das Herbertl ist stark im Nehmen. Ding Dong Ding Dong. Dr. Schnippelmich öffnet. Der Schönheitschirurg führt ihn durch die Räumlichkeiten. Herbert tut uninteressiert, weil die Schönheitschirurgie heutzutage praktisch schon für die handelsübliche Hausfrau. Er zückt ein Foto. Zeigt es Schnippelmich. Der entsetzt. Das Foto zeigt einen bekannten Politiker, der aussieht wie ein Schweinderl. Ja, du kennst ihn auch. „So“, sagt der Herbert, „so will ich ausschauen. Und dann geh ich in die Politik.“
    Frage: Wird Dr. Schnippelmich ihm diesen Herzenswunsch erfüllen? Bleib dran… und lese in der nächsten Folge wie es weitergeht oder auch nicht… 😉

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    1. Wichtige Durchsage an alle jüngeren Comicleser: Die kommende Ausgabe „Lustiges Taschenbuch“ ist mit einer Extra-Kennzeichnung für Erwachsene versehen und darf nur an Personen über 50 Jahre ausgehändigt werden (Personalausweis, Busfahrkarte, Impfausweis und Comicleseberechtigung bitte bereithalten). Das Comicheft enthält sensible Bilder, die für empfindliche Gemüter nicht geeignet sind. Erhältlich ist die Sonderausgabe bei jeder gut sortierten Friedhofsverwaltung.
      Und jetzt heißt es: „Fatman wird zu Deadman“ – dank ungewöhnlicher Schönheits-Ops und Daniel Düsentriebs Geschick entsteht eine Horrorgeschichte, die jeden Stephen-King-Thriller in den Schatten stellt 🙂

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      1. Kapuzinergruft. Wien. Ding Dong Ding Dong.
        Wärter: Do schau her. Da Herr Ösi? Stimmt’s oder hab i recht.
        Herr Ösi: Right. Himself.
        Wärter: Sie kämman bestimmt weg’n dem Düsentrieb, Erwachsenen Edisch’n und so.
        Herr Ösi: So isses.
        Wärter: Die liest grad da Rudi, pardon, da Rudolf da Erschte. Wird bis Ende 2088 dauern.
        Herr Ösi: Egal. I hob eh Zeit. I bleib glei do.
        Kaiser Franz Joseph: Sie! Sie! — Sie! Sie!
        Herr Ösi: Mant der mi?
        Wärter: Iwo, der suacht sei Frau.
        Herr Ösi: Ach, die Sissy?!
        Wärter: Jo, die Sissy. Sogt imma: Sie! Sie! Typischer Sprachfehler. Na jo, a Habsburger halt.
        Kaiser Franz Joseph: Sie! Sie! — Sie! Sie!
        Herr Ösi: Gestatten! I bin da Herr Ösi. Oba – Durchlauxt – dürfen mi gern Ösi nennen. Ohne Herr und dem gaunz’n Schmarren.
        Kaiser Franz Joseph: Da Ösi vum Ösiblog?
        Herr Ösi: Jo, genau der.
        Kaiser Franz Joseph: Käme Er amol mit. I muas mit Er’m reden.
        Herr Ösi: Wenn’s wichtig ist, Herr Kaiser. I woat eh bis Ende 2088. Hob Zeit.
        Kaiser Franz Joseph: I bewunda Seine Kunst. Echt. Die Ösi Kunst.
        Herr Ösi: Daunke scheen.
        Kaiser Franz Joseph: Wir brauch’n wieda an richtig’n Kaisa. Ned des blede Bubal, des wos des Laund regiert. Der zerstört ned nur Wien. Der zerstört ollas!
        Herr Ösi: Gaunz meine Meinung.
        Kaiser Franz Joseph: Kaunst Franzl zu mir sog’n.
        Herr Ösi: Gern, Franzl.
        Kaiser Franz Joseph: Wenn er mir die Ehre geb’n dadat und Kaisa werden täte, wär i aufs Äußerste happy.
        Herr Ösi: Klor, Franzl, is gebongt. I moch den Kaisa. Brauch eh an neich’n Job. Und Kaisa passat prima zu mia.

        Über die Modalitäten und die Krönungszeremonie ist leider noch nichts bekannt. Aber wir bleiben dran… 😉

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        1. Update für Comicfans: Die Sonderedition des Lustigen Taschenbuches für Erwachsene ist mittlerweile vergriffen. Bitte suchen Sie keine Friedhöfe mehr auf! Alle Plätze sind restlos belegt und die Toten beklagen ihre gestörte Ruhe. Für alle, die kein Heft ergattern konnten, können wir so viel verraten, dass der kleine Herbert nun in Österreich seine Runden dreht und Burger an die Habsburger verteilt.
          Und wer nichts von seinen Hamburgern abbekommen hat, kann ab morgen den Kaiserschmarren von Herrn Ösi in jedem Supermarktregal erstehen.
          Die nächsten Nachrichten sehen Sie im Brennpunkt in der ARD um 20.15 Uhr 🙂

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  3. Diesem dicken Nichtsnutz, der den ganzen Tag nur frisst, so dass er jetzt dieses Pfannkuchenaussehen dem Spiegel präsentiert, sollte endlich mal die ungerechtfertigt bezogene Rente gestrichen werden, damit er wieder auf den Boden der Tatsache zurückkommt. – Nach 30 kg weniger äußere ich mich noch einmal über ihn – vorher nicht.
    Liebe Grüße zu dir

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    1. Liebe Clara!
      Ich kann mir gut vorstellen, dass der gute Herbert einige Pfunde verliert, wenn er als Superheld durch die Lüfte saust. Und als wahrer Star sollte er natürlich seine üppige Rente für gute Taten einsetzen. Ich denke, ein waschechter Dortmunder Junge wird dies auch tun. Er hadert lediglich noch mit der Tatsache, was denn nun seine wirkliche Mission sein könnte. Burger verteilen an Bedürftige wäre vielleicht ein Anfang. Muten wir dem möglicherweise etwas überforderten Frührentner lieber nicht gleich zu viel zu 🙂
      Liebe Grüße
      Mallybeau

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      1. Liebe Mallybeau, du hast einen hervorragenden Sport für den Dickmann ausgesucht. Alte Leute sollten beim Springen nicht ihr Gebiss verlieren, aber dieser Burger, nicht Bürger, verliert bald seine Käse- und Tomatenfüllung.
        Tschüss für dich!

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        1. Prima, dann wird der Burgerman Herbert jetzt eine große Ladung Hamburger belegen, in eine Kiste packen, diese auf seinen speckigen Schultern arretieren und die Leckerbissen an Obdachlose verteilen. Wenn er einmal quer durch Deutschland gesaust ist, klopft er auch noch bei Dir an und wird Dir gerne bei der Balkonrenovierung helfen. Irgendwie müssen die Pfunde ja wieder runter 🙂

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          1. Wenn er nicht bis zur Balkonrenovierung 30 kg weniger hat, wird es für ihn eng – und auf jeden Fall für meinen Lieblingsmaler – ich fürchte, der will keine dicke Konkurrenz haben, ich glaube, ich lasse ihn das ganz allein machen.
            Aber die Verteilung an Obdachlose ist exzellent.

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            1. Einverstanden 🙂 Aber wenn Du Hilfe brauchst, zögere nicht, unseren Super-Herbert zu rufen. Ich befürchte, dass er bei der geringsten Verschnaufpause gleich wieder an Gewicht zulegen könnte 🙂

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      1. Ich denke auch, dass hinter einer etwas, nun ja, unförmigen Fassade ein ganz fabelhafter Kern steckt. Dann hebt der fesche Herbert ab wie ein Gummiball und rettet die Welt. Wer achtet dann da noch auf ein paar Pfunde mehr? Mollig wird der neue Supertrend 🙂

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    1. Lieber Herr Heinrich!
      Da sieht man mal wieder, was ein kleiner Junge aus Dortmund so alles zustande bringt. Er ist eben ein wahrer Superheld. Schön, dass auch Ihre Worte wieder auf der Alm einen Platz gefunden haben. Ich lege sie gleich neben den Findling 🙂
      Herzliche Grüße
      Mallybeau

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