Der Schweine-Slow-Flighter

Vor einiger Zeit haben Sie, liebe Leserinnen und Leser, hier Bekanntschaft mit unseren Eulen-Speed-Flightern machen dürfen. Ein rasant animalisches Transportunternehmen der Extraklasse, das von allen Seiten mit großer Begeisterung beklatscht wurde.
Alle Tiere auf der Alm genießen seither das zügige Fortbewegungsmittel und nutzen die Eulen-Flüge regelmäßig.
Doch halt. Wirklich alle Tiere? Nein. Unser umbrisch-mexikanisches Grassteppenschwein Alfredo Ringelo hat dies alles wenig gekümmert. Mit der ihm angeborenen stoisch-mexikanischen Schweineruhe betrachtete er aus dem Augenwinkel stets die vorbei düsenden Eulen-Speed-Flighter und noch ehe er sich`s versah, waren sie auch schon wieder weg. Welch eine Hektik. Das war nichts für unseren Alfredo. Und so kräuselte er sein Ringelschwänzchen, legte sich gemächlich in eine Drecklache und dachte nach. Und wie man weiß, wenn Schweine philosophieren, kommt immer etwas saugutes dabei heraus.
Und so dauerte es nicht lange, bis Alfredo Ringelo eine prachtvolle Idee vorzuweisen hatte, die zwar nicht auf seinem Mist, aber eben in besagter Drecklache gewachsen war.
Er wollte für alle Almbesucher- und Bewohner, die diesem schnellen Treiben nichts abgewinnen konnten, ein Pendant bieten. Und so erfand er kurzerhand bzw. kurzerklaue den „Schweine-Slow-Flighter“. Eine grandiose Alternative für alle, die gerne gemütlich in luftigen Höhen von A nach B schweben möchten, ohne Gefahr zu laufen bzw. zu fliegen, in Lichtgeschwindigkeit gegen den nächsten Baum zu knallen. Und hierfür bietet unser werter Alfredo höchstselbst seine Dienste an. Möchte beispielsweise ein Almbesucher an einem sonnigen Tage ein Hochplateau in den Bergen besuchen, so hatte er bisher zwei Möglichkeiten. Entweder er wanderte mit seinen durchtrainierten Haxen die steilen Berghänge hinauf oder aber er benutzte den Eulen-Speed-Flighter, um rasch nach oben zu gelangen. Und nun steht mit dem Schweine-Slow-Flighter eine weitere Variante am Start. In diesem Falle frisst Alfredo eine Stunde vor Abflug eine Ladung Gänseblümchen. Diese zersetzen sich in seinem robusten Schweinemagen zu einer heliumartigen biologisch abbaubaren Substanz, welche umgehend für Auftrieb sorgt und nach einer gewissen Zeit beginnt unser Schwein langsam den Boden unter den Klauen zu verlieren.
Schwebt Alfredo Ringelo bereits einige Zentimeter über dem Boden, werden die Gäste Huckepack genommen und der Flug kann beginnen. In aller Ruhe steigt man mit dem umbrisch-mexikanischen Schweinezeppelin in die Höhe und erhält bei Bedarf ortskundige Auskünfte über Land und Leute. Selbstverständlich in mehreren Sprachen. Ein wunderbar entspanntes Transportvergnügen, das auch die überfrachteten Eulen ein wenig entlastet.
Lediglich beim Gänseblümchenverzehr muss Alfredo noch die geeignete Dosis für die jeweilige Flugstrecke besser austarieren lernen, da er bei seinem letzten Transport aufgrund zu geringer Nahrungszufuhr rasch an Höhe verlor und mit einem übergewichtigen Touristenehepaar aus Amerika aus zwei Metern Höhe mitten in die Brombeerbüsche sauste. Aber glücklicherweise waren alle gut mit Speckröllchen gepolstert und so blieb der Schaden gering. Die Amis fanden es sogar „amazing“ und beschlossen im nächsten Jahr mit der dickleibigen Verwandtschaft wieder zu kommen. Und wenn diese nicht komplett auf dem Rücken Alfredos Platz findet, hat er bestimmt noch ein paar Gänseblümchen für sie übrig. Wir wissen ja jetzt, dass Fett oben fliegt. 🙂

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Alfredo Ringelo auf Übungsflug
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Beim ersten Übungsflug gab es noch einige Probleme, das Gleichgewicht zu halten
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Nach dem fünften Übungsflug schwebt Alfredo sicher über den Fabrikhallen der Familie Lamprecht-Zollinger, wo der Leopardingerwein erfolgreich gepantscht äh produziert wird.
©mauswohn
  Bildquelle: Internet
(der Urheber des Bildes konnte leider nicht ermittelt werden)

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Schrödingers Diary 14

Lange ist es her, seit unser Hausmeister Schrödinger sein Filmtagebuch geöffnet und uns einen Einblick gewährt hat. Ständig gab es etwas zu tun. Sie kennen das. Irgendwas ist schließlich immer. Früher war mehr Lametta und heute ist mehr Arbeit. Doch nun hat Herr Schrödinger tatsächlich noch einen Beitrag ausgegraben, der zwar nicht ganz in diese Jahreszeit passt, aber vielleicht gerade deshalb von den zahlreichen Schokohasen und Eiern in den Supermarktregalen ablenkt. Viel Vergnügen 🙂 

 

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©mauswohn

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