Orbit Adipös

Heute setzen wir uns mal wieder mit dem vielseitigen Thema „Kunst“ auseinander. Unsere kleine Almgalerie „Kunstmus“ wurde nach zweijähriger Renovierungsarbeit erneut geöffnet. Und der eifrige Galerist Pit Casso hat es tatsächlich geschafft, einige namhafte Künstler von Weltruhm in unser beschauliches Dorf zu lotsen, um hier ihre Werke zu präsentieren. Zunächst befassen wir uns mit einem absoluten Senkrechtstarter der Kunstszene. Hugo Egon Kemp erweist uns mit seinem Erstlingswerk die Ehre. Um genau zu verstehen, worum es ihm bei seiner Arbeit geht, wurde von renommierten Kunsthistorikern eine aussagekräftige Bildanalyse angefertigt, so dass Sie sich nun selbst ein Bild von diesem Bild machen können:

Bildanalyse des fotorealistischen Gemäldes von Hugo Egon Kemp.

Titel: „ORBIT ADIPÖS“.

Öl auf Leinwand (bzw. Fett auf Moped)

orbit-adipoes

„Der Newcomer aus Aschaffenburg Hugo Egon Kemp hat mit seinem neuesten Werk einen Hype in der vor kurzem entstandenen Kunststil-Szene „Edge-Treatment“ ausgelöst. Neoplasmen reichen nicht mehr aus. Die Massenüberflutung wird angestrebt. Dies wird im Werke Kemps durch die massenhafte Stapelung der Ringe deutlich zum Ausdruck gebracht. Die Ringakkumulation steht als Symbol des permanenten Zwanges, Dinge um sich zu scharen. Das Kaschieren des fettleibigen Wohlstandsbauches ist hierbei als positiver Nebeneffekt nicht zu verachten. Außerdem verspricht der Ring-Raum zusätzliche mentale Erlebniswelten, die im Inneren der Ringe zirkulieren. Je nach Dichte der Stapelung, ist das mentale Sein intensiv oder eher durchlässig. Der Fahrer des Mopeds wurde von Kemp brilliant im Wahrnehmungsdschungel in Szene gesetzt. Nachdem der erste Blick des Betrachters unweigerlich auf das Ring-Ding fällt, wandert er von dort zu biomorph geformten Schultern des Mopedfahrers, der – wie man außerdem zu diesem Zeitpunkt bemerkt – Jeansjacke, Kappe und modernste Sandalenschlappen trägt. Diese Details offenbaren eine befremdliche Verlorenheit. Die lesende Frau am Straßenrand steht in irritierendem Gegensatz zu der Dynamik der industrialisiert wirkenden Welt im Hintergrund. Gummireifen und Sonnenbrillen können jedoch nicht von der mitfahrenden Zeitung ablenken. Sie ist scheinbar unwichtig platziert und konstituiert doch das Gegenmodell künstlerischer Welten: Den blanken Alltag. Der Duktus des Künstlers maßt prätentiös an. Man mag gar nicht hinschauen bei so viel Magie. Ganz im Zeichen des Self-design hebt hier der menschlich humane Skulpturenpark den Zeigefinger. Achtung! Haben wir es mit einem überdimensionalen Piercing zu tun? Oder ist dies eine körpereigene Realitätsdarstellung, die regelrecht zur Passion geworden ist? Der Schriftzug Vinh Phat im Hintergrund provoziert den Betrachter maßgeblich und weißt auf eine stilsichere Geschmacklosigkeit hin, welche Kemp natürlich – wie er uns selbst versicherte – bewusst einsetzt. Eine gewisse optische Penetranz ist dabei unumgänglich. Dass die Rikscha auf der Nebenbahn keinen Fahrer zu haben scheint, soll hier niemanden stören. Kemp ist mitunter der Pionier der pulverisiert weggesprengten Bildecken, die zum bereits oben erwähnten Kunststil „Edge-Treatment“ zählen. Man will es nicht glauben, aber dieser Mensch bringt es wirklich fertig, mit der ihm angeborenen kempschen Lässigkeit eine neue Stilstrategie hervorzurufen. So stand er kürzlich mit seinem Megafon auf einem ALDI-Parkplatz und startete die Durchsage „Neueeeeeee Stiiiiiiilstrrrraaategie.“ Das „r“ wurde hierbei gerollt, wie es einst Charlie Chaplin im Film „Der große Diktator“ vollführte. Der Künstler beabsichtigt nicht, mit seiner Malerei eine neue Diskussionsplattform zu schaffen. Er fordert, dass alles widerspruchslos hingenommen wird. Fraglich, ob ihm dies gelingen wird. Schließlich hat er mit seiner im rechten oberen Bildrand positionierten ausgesparten Ecke die Kunst revolutioniert und sorgt hiermit rund um den Globus für Furore.“

Und für alle Neugierigen, die noch mehr von unserem Kunstgenie wissen möchten, besteht nun die Möglichkeit, mit ihm zu plaudern. Herr Kemp hat sich freundlicherweise bereit erklärt, ein verlängertes Wochenende im Gasthof Lamprecht-Zollinger zu verbringen und Ihre Fragen zu beantworten. Wir freuen uns auf ein spannende Diskussionsrunde 🙂

 

 

©mauswohn

87 Gedanken zu “Orbit Adipös

    1. Liebe Frau Thoring!

      Als Herr Kemp sein Gemälde in Angriff nahm, befand er sich in den Straßen Aschaffenburgs. Dort stellte er seine Leinwand auf und pinselte mit wahrem Künstlerblick den vorbei fahrenden Mopedfahrer, der die vielen Hula-Hupp-Reifen mit sich führte. Woher dieser gewichtige Herr kam und wohin er fuhr, ist leider nicht bekannt. Vielleicht meldet er sich an dieser Stelle, wenn er sich wieder erkennt 🙂

      Herzliche Grüße
      Mallybeau

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        1. Die Welt der Kunst ist wirklich unergründlich. Man sieht, wie tiefgründig das scheinbar harmlose Werk des Künstlers ist 🙂

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            1. Na und ob. Da kommt bestimmt ein wunderbar modernes Werk dabei raus. Animal-Art ist voll im Trend 🙂

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    2. Herr Kemp ist im Gasthof abgestiegen …? War im Hotel kein Zimmer mehr frei, im Künstlerhotel? Oder gibt es im Gasthof inzwischen künstlerische Ausstattungen … durchwehte Räumlichkeiten mit durcheinander gewürfelten Düften zum Beispiel …

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      1. Auf der Alm ist der Gasthof der Zollingers die einzige Möglichkeit zu nächtigen. Hier haben sich schon Künstler von Rang und Namen de Klinke in die Hand gegeben und unser beschauliches Landleben aufgemischt. Malen tut unser Kunstgenie Kemp allerdings nur zu Hause in seinem Atelier oder direkt vor Ort. Dazu ist der Gasthof nicht ausgelegt. Schließlich wollen wir kein farbverschmiertes Mobiliar.

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        1. Künstler in ihrem Element … Tischdecken, Tapeten, Holzlöffel aus der Küche, alles schließt der Künstler in sein Werk mit ein. … die Reifenpackung auf dem Bild, sind die Reifen immer noch mit einfacher Luft gefüllt oder inzwischen mit Künstler-Luft?

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          1. Es wäre durchaus möglich, dass Herr Kemp irgendwann eine überdimensionale Installation aus unserem Gasthof-Inventar kreiert. Bislang benötigen wir das allerdings noch für unsere Gäste.
            Tja, und der Mopedfahrer ist nach wie vor unbekannt. Vielleicht entstammt er auch nur der Fantasie des Künstlers 🙂

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            1. In der Tat ist ein Aufbaukurs in Sachen Kunst geplant. Herr Kemp wird demnächst über das Thema „Edge-Treatment“ referieren und zum mitmachen einladen.

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            2. Es wird sich vor allem zunächst um die Ecke im Allgemeinen drehen. Schließlich ist dies ein sehr abstraktes und hochintellektuelles Thema, an das man sich sorgfältig heranpirschen sollte. Aber nach getaner Arbeit gibt es mit Sicherheit eine leckere Mahlzeit aus der Zolingerschen Küche.

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            3. Exakt. Wir werden um die Ecke denken und gemeinsam Kunstwerke kreieren. Möglicherweise entspringen weitere Weltstars der Kempschen Kunstschule. Mit Edge-Treatment-Art lässt sich Moment der Kunstmarkt rasant erobern.

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            4. Beim Fußball heißt es ja immer: Das Runde muss ins Eckige. Ich bin gespannt, wie der Künstler dann diesen Spruch neu gestalten wird.

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            5. Erzählen Sie ihm bloß nichts davon, sonst steht hinterher alles auf der Alm voller Tore und vor lauter Zuschauerrufen finden Sie keinen Schlaf mehr. Wenn Fußbälle künstlerische Laufbahnen einschlagen, ist es mit der Beschaulichkeit vorbei.

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            6. Oh, da könnten Sie Recht haben. Lärm können wir hier wirklich nicht gebrauchen. Wenngleich eine große Tor-Installation durchaus ganz interessant wäre. So erhöhen sich immerhin die Chancen für Fußball-Laien, mal in eines zu treffen.

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            7. Die Ball-Tor-Installation soll gänzlich ohne Luft im All stattfinden. Schließlich sucht der strebsame Künstler immer nach neuen Herausforderungen. Doch wie das funktionieren soll mag man sich kaum vorstellen …

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            8. Ich fürchte auch, dass der Größenwahn ihn gepackt hat. Doch wenn er da oben seine Kunst vollführt, bleibt uns auf Erden Platz für andere Dinge…

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            9. Der turnt ohne Balancier-Stange und Auffangnetz. Braucht nur mal einer Beifall zu klatschen, schon liegt er da. So ein gefährlicher Job. Wenn die Eitelkeit nicht wär‘ … gegen Eitelkeit kann man sich leider immer noch nicht versichern lassen, der bricht sich nochmal ein Bein.

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      2. ööhm ja nöö
        terpentingeruch muß ich meinen schleimhäuten
        nich wirklich antun ^^
        und bis kempi seine pinsel durchgespühlt hat vergeht ja einiges an zeit
        also auslagern den terpentinstinker
        ins kemp inski
        😀 😀
        gruß bella 🙂

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  1. haaach frau mallybeau
    da sind se doch glat ner fehlinformation aufgesessen
    😦
    kunst kommt vom können
    würde es vom wollen wäre es wulst
    so wie die sie an dem bauch vermuten 😀
    ich denke aber da is keine also wulst am bauch
    da tragen nur die ringe etwas auf
    ich denke eher der feine herr der da abgelichtet wurde
    hat mächtig stress
    er muß näHmlich zur landesmeisterschaft
    und die ringe abliefern
    auf das sie sportlich genutzt werden
    und zwar auf der oben schon erwähnten landesmeisterschaft
    im hulahupp
    solche meisterschaften sind arg am wiederaufleben
    da es gesundheitsfördernd
    mit großen plastikringen gegen
    die kleinen speckringe am bauch wirkt
    sollten se mal versuchen 🙂
    ( ööhm nich das se es nötig hätten ^^ .. .. macht aber auch ne menge spaß 🙂 )
    ich werd also keine kunst kaufen sondern eher solch ringding
    für den ronnyherrchen
    der hat da auch paar röllchen
    am bauch 😀 😀
    und ich schwör euch wenn ich erstmal solch rinding hab krich
    ich den ronny dazu das er es verwendet
    dreimal darfste raten wer hinter der camera steht
    und das denn filmt 😀 😛 😀 😀
    muahahaha muahahaha
    ob das denn
    euren augen schädlich is
    oder
    eure lachmuskeln überstrapaziert
    oder
    euch zum nachahmen animiert werden wir nach sichtung
    des videos gemeinsam entscheiden 🙂
    gruß bella 🙂
    p.s. :
    sollten wir herrn ösi als duellpartner
    für dieses treiben erwärmen können
    wäre das sicher nich malen nach zahlen
    sondern
    der ronnyherrchen und der herr ösi
    im duett-duell in den ringen
    also mit dem film sprengen wir jedes abendprogramm
    da kriegen wir in mallywood sämtliche preise

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    1. Liebe Bella!

      Großartig. Eine Ringmeisterschaft wäre wirklich ein tolles Ereignis.
      Vor allem ließe es sich wunderbar mit der etwas eintönigen Kunstausstellung kombinieren. Dann kommt Leben in die Bude. Solange ihr gemeinsam die körpereigenen Röllchen abtrainiert, stelle ich mich hinter den Grill und brutzele leckere Speckröllchen und andere Häppchen, die man nach solch einer anstrengenden Olympiade dringend als Stärkung benötigt. Und während die Siegerehrung für euren außergewöhnlichen Film vom Mopedfahrer samt Hulla-Hupp-Reifen höchstpersönlich übernommen wird, malt Hugo Egon Kemp ein Siegerportrait von euch. Das wird mit Sicherheit ein Gemälde für die Ewigkeit und schlägt Mona Lisa um Längen 🙂

      Herzliche Grüße
      Mallybeau

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      1. ööhm also sie/du frau mallybeau hinterm grill is ja okEI
        auf dem grill wäre jetzt zwar besser
        doch das is nun ein anderes thema 😉
        schwamm drüber
        AAAABER
        ja es gibt immer ein aber 😦
        und zwar die mona und die lisa
        sind das die trainerinnen vom herrn ösi ?
        ? ? ?
        falls ja muß ich mir echt was einfallen lassen
        das wir bei dem duell nich ganz so blass aussehen
        freilich er is nimmer der jüngste
        ich krich den schon fitt
        notfalls werd ich mit meinem scharm
        die trainerinnen beeinflussen
        ich das kleine weiße hündchen
        wer könnte es sonst 😀
        wenn nich ich verschlagenes mistviech 🙂 😀 😀 😉
        gruß bella 🙂

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        1. Das stimmt natürlich. Gute Trainer braucht man wirklich, um bei der Olympiade gut abzuschneiden bzw. das Fett von den Hüften zu bekommen. Aber ich glaube, dass ein Bellahund der perfekte Personal Trainer ist. Da sieht die Konkurrenz blaß aus.
          … und für euch lege ich mich auch gerne auf den Grill 🙂

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            1. Ach, ein kleines Stückchen Bauchspeck könnte ich durchaus entbehren. Dann muss ich die Pfunde schon nicht durch anstrengendes Hula-Hupp-Training loskriegen 🙂

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            1. Das Gemälde „Orbit Adipös“ wird auf dem Kunstmarkt momentan auf 77 Milliarden Euro geschätzt. Die Ringe haben es also in sich.

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            2. Das Ring-Treatment spielt für Herrn Kemp eher eine untergeordnete Rolle. Er versucht sich auf weggesprengten Ecken zu konzentrieren und ab und an ein Ringchen einzustreuen.

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            3. Er befasst sich in erster Linie mit dem Edge-Treatment. Und als Ausgleich widmet er sich den Ringen. Er hat mittlerweile eine stattliche Ringelsöckchensammlung beisammen. Als nächstes will er Ringeltauben züchten und nebenbei Ringelnatz zitieren.

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            4. So ist es. Herr Kemp plant als belebendes Element demnächst eine Lichtinstallation mit einer integrierten Witzmaschine. Ich bin gespannt, ob da die Stimmung ihren Höhepunkt erreicht.

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  2. Des wär a Kostümle für die freche Netta aus Israel gwäsa, geschdern beim ESC!
    Ob Kunst oder Quatsch isch gar net die Frage, sondern obs d’Leit angugget und drüber nochdenket. Dann isch au Quatsch Kunscht. Wenns aber niemand anguggt oder sich dabei nix dud im Oberstüble, dann isch au die größte Kunscht oifach Quatsch.
    Mir gfallts jedefalls: Die Hula-Hupp-Roifa und die Netta. Es gibt für alle a Plätzle, darüber kann ma ruhig mol nachdenka. 😉

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    1. Liebe Anhora!

      Ha des isch jo richdig philosophisch, was de do sagsch. I han den ESC et gsäha ond kann do leider et mitschwätza abr Du hosch nadierlich wie emmr Recht. Kunscht isch Quatsch ond omkehrt. Zumindescht moischtens. I frog mol n Herr Kemp, ob r für d nägschde Faschingszeit a Ring-Koschtümle für ons näht, na send Kunscht ond Quatsch vereint 🙂

      Liebs Grüßle von dr Alb
      Mallybeau

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  3. Liebe Mallybeau,
    Kunst interessiert uns sehr, und so waren wir jetzt sehr gespannt auf den Senkrechtstarter Hugo Egon Kemp! Da hat Pit Casso sich aber was echt großartiges an Land gezogen! Glückwunsch! Sein Erstlingswerk überwältigt den Beschauer geradezu mit seiner sprudelnden Lebendigkeit, dem forschen Pinselstrich und den völlig unharmonischen Farben! Fotorealistisch ist wahrlich der richtige Ausdruck für dieses Meisterwerk! Da stimmen wir der Kunstkritikerin vorbehaltlos zu! Wir würden allerdings bei der Ringakkumulation durchaus so weit gehen und zu behaupten wagen, es handelt sich hier auch im weitesten Sinne um die neokulturistische Darstellung alter Ringtänze, die mit der Darstellung eines Kreises die Unangreifbarkeit eines geschlossenen Ganzes, also eben dem Ring, ausdrückte! Wunderbar zum Ausdruck gebracht in diesem Meisterwerk durch die Vervielfältigung der Ringe! Damit ist das mentale Sein zwar einerseits sehr durchlässig, andererseits sorgt es für unbesiegbaren Schutz vor allen Anfeindungen der Außenwelt! Die moderne Darstellungsweise durch die heute gebräuchliche Kleidung bringt auf wunderbar berührende Weise die Verletzlichkeit des Protagonisten zum Ausdruck, auf den ersten Blick hilflos verloren in einer fremden und feindlichen, von Wahrnehmungsreizen geradezu überfluteten Umwelt, durch den Schutzwall seiner Ringe aber gefeit gegen jede Bedrohung aus derselben! Auch hier stimmen wir der Kritikerin vollinhaltlich zu: Das ist Magie! Und auch der Rest ihrer wahrlich sehr fundierten und kompetenten Kritik dieses außergewöhnlichen Kunstwerkes ist großartig geschrieben und zeugt von einem tiefen Verständnis der sensiblen Künstlerseele, die durch die nahezu Brutalität des Bildausdrucks eben von dieser ablenken möchte, um Selbstverletzungen zu vermeiden! Grandios, sowohl das Bild als auch die Kritik!
    Auf die spannende Diskussionsrunde mit Hugo Egon Kemp freuen wir uns schon sehr, und da wir so dankbar dafür sind, daß dies durch eure großartige Arbeit hier möglich gemacht werden konnte, möchten wir doch ein bescheidenes Scherflein beitragen zur großen Sicht auf die Kunstwelt im allgemeinen und die der hier dargestellten im besonderen, womit? Natürlich mit unserem Lieblingssänger Reinhard Mey, auch das ist große Kunst, die ganze Kunstszene und alles, was da nah- und weitläufig zu gehört, so fantastisch auf die Schippe zu nehmen, wir wünschen viel Vergnügen beim zuhören:

    In diesem Sinne wünschen wir gute Nacht und schicken liebe, kunstverliebte Grüße hinauf auf die Alm,

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    1. Liebe Mimi, liebe Monika!

      Ihr solltet mal unseren kühnen Künstler sehen, der gerade am Frühstückstisch sitzt, seinen Morgenkaffee schlürft und nun eure Kritik liest. Das Croissant, fein säuberlich in Ecken geschnitten, fiel ihm hierbei aus den Händen. So begeistert war er von der treffsicheren Analyse. Hut ab. Man merkt, dass hier wahrlich Kenner sprechen. Besonders beeindruckt war Herr Kemp ob der Tatsache, dass sogleich sein Anliegen über die neokulturistische Darstellung alter Ringtänze so bravourös enttarnt wurde. Denn hierfür benötigt man wirklich ein geschultes Auge, um sogleich diesen Kontext herstellen zu können. Ja unser Künstler geht mit seiner Begeisterung nun sogar so weit, dass er euch den Ehrenvorsitz im Kempschen Edge-Treatment-Fanclub anbieten möchte. Noch handelt es sich um einen erlesenen Kreis von Kempschen Kennern, die sich hier versammelt haben. Doch mit eurer Hilfe könnte der Fanclub auch in Oberhausen Wellen schlagen. Dem Künstler wäre es eine große Ehre solch Kunstbegeisterte für sich zu gewinnen. Für alle Clubmitglieder gibt es als Mitgliedschafts-Kennzeichen einen vergoldeten Silberring mit weggesprengter Ecke, der euch nebst Katzenleckerli versandkostenfrei zugestellt wird. Herr Kemp hofft auf eine positive Rückmeldung, während ich den Kaffee aufputze, den der werte Herr vor Erstaunen nun gänzlich verschüttet hat 🙂

      Wir danken herzlichst für die musikalische Untermalung dieses spannenden künstlerischen Beitrages und wünschen einen kreativen Start in die neue Woche.
      Herzliche Grüße
      Mallybeau

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      1. Liebe Mallybeau,
        hach, das freut uns jetzt aber ungemein, daß Herr Kemp so begeistert war, und ob all der Komplimente bin ich jetzt ganz gerührt, und wenn Mimi könnte, wäre sie rot geworden vor Freude!
        Und wir sollen einen Ehrenvorsitz kriegen im Kempschen Edge-Treatment-Fanclub, wir sind ganz fassunglos!!! Selbstverständlich nehmen wir mit größter Freude diese Ehre an, und freuen uns riesig auf das Mitgliedschafts-Kennzeichen in Form eines vergoldeten Silberrings mit weggesprengter Ecke, eine wunderbare Idee für ein Mitgliedschaftszeichen, toll! Und Mimi leckt sich in Erwartung der Katzenleckerli schon das Schnäuzchen, hihihi! Also, wir sind ganz überwältigt vor Freude, bitten, unsere submissesten und verehrenden Grüße dem hochgeschätzten Herrn Kemp auszurichten und wünschen euch allen mit lieben und herzlichen Grüßen eine herrlich kreative Woche,
        Monika und Mimi.

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  4. Liebe Frau Mallybeau
    Ich bewundere das Werk von Herrn Kemp und glaube, unterdessen, einige Nachahmer gesehen zu haben: Ein paar Künstler versuchten, möglichst viele Menschen auf dem Gefährt zu platzieren, andere ein Kleinkind, andere Kisten etc. Da hat Herr Kemp wirklich etwas ausgelöst.
    Liebe Grüße. Priska

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    1. Liebe Priska!

      Das ist ja wirklich unglaublich. Zunächst einmal dankt der Künstler für die positive Rückmeldung und ist sehr überrascht, wie rasch der scheinbar unwichtige Mopedfahrer Nachahmer gefunden hat. Hier betreten wir natürlich den schmalen Grat des Ideenschutzes. Was darf von der Öffentlichkeit nachgeahmt oder kreativ erweitert werden und welcher Teil der Idee liegt rechtlich auf der Seite des Künstlers? Drohen den ungläubigen Mopedfahrern möglicherweise nun Abmahnungen? Im Moment sehen wir das positiv und hoffen, dass der Künstler auf diese Weise zu noch größerer Berühmtheit gelangt. Wenn nicht, kann er seine schmale Kasse immer noch durch Schmerzensgeld aufbessern 🙂

      Herzliche Grüße
      Mallybeau

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  5. Liebe Mallybeau, auch einen oder sogar zwei Tage nach Erscheinen deines Kunstbildes hier fühle ich mich zurückversetzt in die 11. oder 12. Klasse – wir hatten einen sehr guten Kunstgeschichtslehrer, bei dem wir uns (bis zum Erbrechen) darin üben mussten, Bilder zu beschreiben, Details zu sehen und zu erkennen, natürlich richtig einzuordnen und so weiter. Und damals erwachte mein Widerspruchsgeist. Woher wollte mein Kunstgeschichtslehrer wissen, was sich der Künstler bei der Erschaffung des Bildes gedacht hat. Er kannte ihn doch nicht persönlich – vor allem dann nicht, wenn dieser z.B. van Gogh hieß.
    Und deswegen will ich hier nichts zu der Diskussion der Kunstsachverständigen beitragen, sondern dir einzig und allein sagen, dass es morgen Schokolade für dich gibt, bei mir natürlich.
    Und tschüss zu dir – hier immer noch Sonne pur.
    Liebe Grüße von Clara

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    1. Liebe Clara!

      Besser hättest Du es nicht machen können. Hugo Egon Kemp applaudiert im Stillen. Warum? Denn erstmals hält sich jemand an seine Forderung. Die Forderung, dass sein Werk widerspruchslos hingenommen wird. Und Du hast dies mit Bravour gemeistert, während die Kunstexperten die Köpfe rauchen lassen und über die Vielschichtigkeit des Werkes grübeln.
      Der Künstler dankt Dir für Die perfekte Umsetzung seiner Intention und verspricht, in seinem nächsten Werk die Farbe Lila zu verwenden 🙂

      Liebe Grüße von der nebligen und verregneten, kühlen Alm
      Mallybeau

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      1. Das ist ja super hoch3 und natürlich freue ich mich schon auf lila. Weißt du wenn der angedeutete Ringe brauch ein deutscher gewesen wäre, dann hätte ich es viel besser verstanden. Aber die Asiaten werden noch nicht halt so fett wie die Deutschen Punkt

        Freust du dich schon auf die Schokolade?

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        1. Wie jetzt? Kommt morgen wirklich Schokolade? Ich habe das eher auf meinen täglichen morgendlichen Konsum bezogen. Das ist ja der Oberhammer. 🙂

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            1. Wow. Du bist wirklich unglaublich. Womit habe ich das nur wieder verdient? Willst Du, dass ich an Weihnachten wie eine Kugel durch meine Videos rolle und für Erheiterung sorge? 🙂

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            2. Keine Angst, so viel Schokolade ist es nicht. Und wenn sie dir auch nicht schmeckt, weil sie in einer besonderen geschmacksart ist, dann habe ich noch ein Erdbeereis für dich.
              Du hast das damit verdient in Anführungszeichen, weil du eine der wenigen bist, die so offen zu ihrer Sucht steht grins grins grins

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            3. Außerdem kannst du ja dann erstmal deine eigene Ration weglassen und bei mir schauen, ob sie dir schmeckt. Ich bin übrigens gerade wieder mal im Britzer Garten, natürlich mit Fotoapparat, das ist ja wohl klar.

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            4. Toll, dass ihr so schönes Wetter habt. Hier wäre mit dem Fotoapparat nicht viel mehr als eine Nebelsuppe einzufangen.
              Ich bin schon gespannt auf Deine nächste Testserie 🙂

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            5. Manchmal würde ich gerne darüber schreiben, dass ich manche Menschen getestet habe und für nicht gut befunden habe. Aber das darf ich nicht. Und was gekauftes teste ich im Moment nicht. Als nächstes werde ich den Reiseleiter in Marokko testen, aber da muss ich ja auch zurückhaltend sein mit den Fotos

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            6. Man kann zur Not ja auch einfach die Gesichter unkenntlich machen. Viele kleben einfach ein Emoji über den Kopf.

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            7. Ja einfach so ein gelbes grinse Gesicht oder so etwas. Jetzt habe ich gerade mein erstes richtiges Video aufgenommen eine Minute und 34 Sekunden, allerdings in MP4, das soll nicht so riesig groß sein und ich will es eventuell wirklich im Blog verwenden, aber nicht mehr vor dem Urlaub, denn das sind alle Verarbeitung oder zeige Tage schon aufgebraucht.

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            8. Ein schönes Sommervideo eignet sich ja auch prima für triste Herbsttage. Da erfreuen wir uns dann umso mehr. 🙂

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            9. Wow. Du könntest ohne Weiteres Programmdirektorin werden, so gut wie Du Deine Beiträge planst. 🙂

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    1. Lieber Konkretträumer!

      Diese poetische Note veredelt Herrn Kemps vielseitiges Werk bis aufs i-Tüpfelchen. Besser hätte man die Tragweite seiner Arbeit wohl kaum beschreiben können.
      Oder wie es der Künstler immer sagt: „Glück in der Ecke, macht Pech zur Schnecke“ 🙂

      Herzliche Grüße
      Mallybeau

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  6. Also ich weiß ja nicht, ob Sie es schon wussten, aber dieses Bild ist ein Plagiat!
    Das Original trägt den Titel „Stau am mittleren Ring“ und wird jeden Freitag Nachmittag im Anschluss an die Radionachrichten ausführlich analysiert.
    Tsts….
    Herzliche Grüße aus einem staufreien Nordjütland, Meermond

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    1. Lieber Meermond!

      Ich bin erschüttert. Wie konnten wir nur auf solch einen Schwindler hereinfallen. Waren wir blind ob all der Euphorie um den ach so großen Weltstar Kemp? Wie gut, dass Sie uns die Augen geöffnet haben. Wir werden umgehend Konsequenzen ziehen und den Künstler zur Strafe als Verkehrspolizist auf die Hauptverkehrskreuzung stellen. Da kommt er schnell auf andere Gedanken 🙂

      Herzliche Grüße in die sandigen Weiten
      Mallybeau

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        1. Bisher hat er leider 7 Unfälle verschuldet. Wir hätten ihn wohl doch besser seine Hula-Hupp-Reifen ablegen lassen sollen 🙂

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  7. Liebe Mallybeau!
    Das ist allerdings sehr treffend formuliert von Herrn Kemp! Nicht umsonst sind die Ecken meiner Wohnung immer besonders rein und frei gehalten. Möge sich das Glück dort niederlassen.

    Beeindruckend finde ich auch, wie Herr Kemp es hinbekommt, Ringe bzw das Runde im Edge Treatment Stil überhaupt darzustellen. Auf dieses konträre Wagnis lässt sich nicht jeder Künstler ein.
    Das Runde durch die Verwendung der Eckbetonung entstehen zu lassen, ist eine künstlerische Meisterleistung. Das kriegt nicht einmal die Mutter Natur zustande.

    Eine höchst anregende Bildbeschreibung. Vielen Dank Mallybeau!

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    1. Lieber Konkretträumer!

      Auch wir sind sprachlos ob des Kempschen Geschickes, Ecken und Ringe ohne jegliche Versagensängste frei im Raum kombinieren zu können. Eine scheinbar unlösbare Aufgabe, die Dank der Kempschen Lässigkeit mühelos bewältigt wurde. Mir scheint, wir sollten den Künstler noch viel größere Schwierigkeiten im Weltgeschehen angehen lassen. Mit ihm ist nichts unmöglich. Kemp for President! 🙂

      Herzliche Grüße
      Mallybeau – Kempsche Fan-Beauftragte

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    1. Malerei ist Herr Kemp, neben Helnwein, wohl der größte lebende Künstler und ich bin ein großer Bewunderer seiner Werke! Welchen Pinsel verwendet der Meister? Ich tippe auf iPix 01 oder SmartDax 😉🎨

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      1. Lieber Herr Moser!

        Herr Kemp ist hocherfreut, Sie in den erlauchten Kreis seiner Bewunderer aufnehmen zu dürfen. Seine Arbeitswerkzeuge verrät uns der Künstler leider nicht. Allerdings konnte ich nach beharrlichem Fragen erfahren, dass auch eine Heringsschwanzflosse als Malwerkzeug zum Einsatz kommt. Möglicherweise lassen sich Kunst und Fisch besser kombinieren, als wir bisher angenommen haben 🙂

        Herzliche Grüße in die Fischfabrik
        Mallybeau

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          1. Vielleicht sollten Sie sich auch mal als bildender Künstler versuchen. Umgeben von so viel maritimem Arbeitsmaterial dürfte einer Karriere als Picasso der Neuzeit kaum etwas im Wege stehen 🙂

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            1. Oder Sie unterzeichnen Ihre Werke mit einem sagenumwobenen Pseudonym. So schürt man Gerüchte und Sie sind auf der sicheren Seite. Aber bevor Sie zu einer depressiven Künstlerseele mutieren, erfreuen sich Ihre Leser mit Sicherheit auch mehr an Ihren Worten 🙂

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