Kommunikative Zweisamkeit

Erneut gibt es interessante Neuigkeiten aus dem Reich der Telefone zu vermelden. Diese Geschichte wurde uns vom Tele-Ehepaar Heinzelmann zugetragen.
Es lebte einst ein solides Nostalgietelefon mit wohlgeformtem Körper und ordentlich geringelter Kabelschnur in Italien am Lago Maggiore. Enzo Phono war sein Name und er führte ein geregeltes Leben als zuverlässiger Sprechapparat bei einem alteingesessenen italienischen Pizzaschriftsteller. Hierzulande ein eher unbekannter Beruf. Doch vor unzähligen Jahren war diese Tätigkeit hoch angesehen und in Italien nur wenigen, äußerst kreativ-intellektuell-kulinarisch begabten Menschen vorbehalten. Pizzaschriftsteller waren meist etwas eigensinnige Menschen, die in einer kleinen Stube in einem malerischen Weinhang am See ihre Tage damit zubrachten, Geschichten über das Nationalgericht Pizza zu schreiben. Von Märchen über Gedichte bis hin zu Rezepten und musikalischen Kompositionen, kurzum alles wurde notiert und per Schreibmaschine in einem handlichen Büchlein festgehalten.
Bei solch einem Pizzaschreiber hauste nun unser werter Herr Phono und genoss ein wunderbares Plätzchen auf einem hölzernen Schreibtisch mit Blick aufs gegenüberliegende Seeufer.
Tagaus tagein ließ er sich klingeln und den Hörer abnehmen. Auch ließ er sich artig in seine Ohrmuscheln sprechen, wenn der Pizzaschreiber tiefgründige Gespräche mit seinen Kollegen oder dem Weinhändler führte. Und solch ein gut gebautes Telefon führt, wenn alle Einzelteile ordentlich verschraubt sind, meist ein sehr langes und kommunikatives Leben. Hingegen starb das Metier des Pizzaschreibers im Laufe der Jahrhunderte fast gänzlich aus und so biss auch irgendwann Herr Phonos Besitzer ins Gras. Oder um in dessen Sprache zu sprechen, in eine „Pizza Jordan“.
Nun stand der in die Jahre gekommene Enzo Phono auf dem Schreibtisch, die Tage gingen ins Land und kein Mensch ließ Enzo klingeln. Darüber wurde er schwermütig und vergrub sich in einer fünfteiligen Gedichtquatrilogie seines Pizzaschreibers.
Währenddessen ereignete sich andernorts ein anderes Schicksal.
In der hektischen Großstadt Berlin lebte das iPhone Isolde. Sie fristete ein chaotisches Dasein in der Handtasche einer jungen Studentin. Permanent wurde sie betoucht, achtlos liegen gelassen, zwischen Jurabücher in eine Armani-Ledertasche gedrückt, so dass ihr beinahe der Bluetooth-Atem abhanden kam. Es war, unschwer zu erkennen, ein Lebensmodell welches komplett diametral zu dem des Herrn Phono verlief. Doch in einem Punkt glichen sich ihre Schicksalslinien. Auch die ausgenutzte Isolde lag eines Tages alleine auf einer Parkbank und wurde nie wieder abgeholt. Ihre Besitzerin war der Hektik des Alltags anheim gefallen und hatte sich längst eine kommunikativere Nachfolgerin zugelegt, während die gute Isolde nun ausgedient hatte. Die Tage gingen ins Land, Herbstblätter fielen auf ihren Touchscreen, Schneeflocken tänzelten leise vom Himmel und schneiten das Handy ein. Isoldes Apps begannen zu frieren und kränkelten vor sich hin.
Zwei unterschiedliche Telefonschicksale an zwei verschiedenen Orten. Wer weiß, wie lange die Zwei an ihren Plätzen ausgeharrt hätten, wenn nicht an einem kühlen Tage im Februar der Berliner Müllmann Benno die niesende Isolde unter einer Frostdecke entdeckt und sie mit nach Hause genommen hätte. Dort säuberte er ihr Gehäuse, pflegte sie sorgfältig mit Reinigungsmitteln und bettete sie behutsam in seine Reisetasche. Kurze Zeit später nahm er besagte Tasche unter den Arm und begab sich zu seinem Fahrrad. Mit diesem Drahtesel radelte Benno nach Italien, wo einmal im Jahr eine große Antiquitätenauktion am Lago Maggiore stattfand. Als Liebhaber nostalgischer Utensilien und leidenschaftlicher Tüftler ließ sich der Berliner dieses Ereignis nie entgehen und besuchte die Auktion seit nunmehr 37 Jahren. Und wie so häufig hatte auch hier das Schicksal die Hand im Spiel und ließ es tatsächlich geschehen, dass unser rüstiger Enzo Phono inmitten all des Trödels auf dieser Auktion seinen Platz gefunden hatte, wo ihn der Tüftler Benno mit Kennerblick sogleich entdeckte. Für einen Bastler wie ihn war es Liebe auf den ersten Blick. Er ersteigerte Herrn Phono für stattliche 11 Euro, verstaute ihn sicher neben der schlummernden Isolde in der Reisetasche und strampelte auf seinem Rade Richtung Heimat. Während dieser Rückfahrt hatten Isolde und Enzo, die so plötzlich auf engstem Raume zusammengepfercht waren, nun die Gelegenheit, völlig unerwartet ihre kommunikativen Fähigkeiten wieder zu nutzen. Es entfachte sich in der dunklen Reisetasche im Laufe der Zeit ein amüsantes Kennenlerngespräch. Beide Telefone waren scheinbar so glücklich darüber, endlich wieder kommunizieren zu können, dass sie ohne größere Probleme ins Gespräch kamen und munter drauf los plauderten. Benno registrierte all dies nicht und konzentrierte sich auf die unmöglichen Raser auf der Autobahn, die ihn permanent rechts überholen wollten.
In Berlin angekommen, begab sich unser Müllmann sogleich in seinen Hobbykeller, um den Kauf genau unter die Lupe zu nehmen. Strahlend betrachtete er den eleganten Enzo, nahm die in seinen Augen etwas steril wirkende Isolde zur Hand und begann zu überlegen. Die Rädchen in seinem Tüftlerhirn ratterten. Was ließe sich aus diesen zwei Objekten herstellen? Alt und neu miteinander verbinden erschien ihm eine gute Idee. So wirkte Isolde nicht mehr aalglatt und flach und der gute Enzo hatte Anschluss an die Neuzeit.
Also tüftelte der emsige Benno sieben Tage und sieben Nächte, bis sein Doppel-Phone oder Phono-Dopplo fertig war. Er hatte Isolde und Enzo so miteinander verknüpft, dass beide voll funktionsfähig und für seine Zwecke nutzbar waren. Das iPhone fand einen gemütlichen Liegeplatz auf dem Bauch des Herrn Phono und beide zusammen wurden auf einer kleinen Kommode in Bennos Wohnzimmer platziert. Dort waren sie umgeben von Bücherregalen, einem Gummibaum, einem Sofa und einem herrlichen Blick auf einen kleinen Balkon. Und wenn der fleißige Benno rasch im Internet etwas zu erledigen hatte, leistete ihm Isolde hilfreiche Dienste. Rief hingegen seine Mutter am Wochenende an und unterhielt sich mit ihm über Pferdewetten und Hefezöpfe, so nahm er den handlichen Hörer unseres Herrn Phono zur Hand, klemmte ihn zwischen Kopf und Schulter, legte sich entspannt auf seinem Sofa nieder, sah aus dem Fenster und ließ seine Mutter reden.
Und wenn der gute Benno des Tags seiner Arbeit nachging, unterhielten sich derweil Isolde und Enzo. Er wusste von den Anfängen der Telefonzeit zu berichten, sie konnte ihren Redefluss über die vielseitigen Handys von heute kaum stoppen.
Und da in dieser Geschichte das Schicksal bereits so häufig eine Rolle gespielt hatte, formte es auch den Schluss dieser kommunikativen Begegnung. Denn, wie es so oft kommt, wenn man sich näher kennenlernt, viele Geminsamkeiten entdeckt, Gesprächsthemen findet und wohl oder übel auch noch eng miteinander verbunden ist, passiert es, dass man sich verliebt. Enzo und Isolde gestanden sich ein, dass es beiderseits Liebe auf den ersten Hör war, als sie sich in der Reisetasche begegnet waren. Und so harmonisch wie die beiden nun Dank Benno vereint waren, ist unschwer zu erraten, dass sie auch heute noch ein glückliches Telefonpaar sind. Lange liegt diese Begebenheit mittlerweile jetzt zurück und was aus dem Müllmann Benno geworden ist weiß niemand. Vermutlich hat auch er von der „Pizza Jordan“ einen kräftigen Bissen genommen und Enzo und Isolde warten, bis das Schicksal erneut in ihr Leben eingreift und sie einer neuen Bestimmung zuführt. Wer wird wohl ihr kommender Besitzer werden? 🙂

digitale Zweisamkeit
Enzo und Isolde in kommunikativer Harmonie vereint

 

©mauswohn

54 Gedanken zu “Kommunikative Zweisamkeit

    1. Liebe Frau Thoring!

      Der gute Benno hat sich mit der Instandsetzung der beiden Kommunikationsmittel auch alle Mühe gegeben. Mit feinster Politur und den besten Schräubchen hat er sie ausgestattet, so dass telefonieren nicht nur den Menschen Spaß macht, sondern auch Isolde und Enzo in dem neuen Outfit aufblühen 🙂

      Herzliche Grüße
      Mallybeau

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    1. Seine geheimen Tinkturen verrät unser Benno leider nicht. Aber man munkelt, dass er einst eine ganz besondere Mischung auf einer Antiquitätenauktion in Italien ersteigert hat, die mit einer südländischen Zaubernote versehen ist. Ich vermute, dass dies zu diesem anmutigen Telefonanblick führt.

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        1. Ich könnte mir gut vorstellen, dass man ein leckeres Pizzagericht zu hören bekommt, wenn man Enzos Nummer wählt. Schließlich hat er von seiner Zeit in Italien so manches aufgeschnappt. Ein richtiger Insider-Tip!

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          1. Isolde hat sich tatsächlich ein feines Plätzchen ausgesucht. … was sie sich breit macht … wenn mal eine Pizza durch den Hörer kommen sollte, ja dafür sitzt sie total passend. Bequemes Leben, was sie sich ausgesucht hat, diese Isolde-Telefon-Susi …

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            1. Ich denke, dass alt und neu sich in diesem Falle wirklich gut ergänzen. Denn so sehr die gute Isolde auch immer up to date war, so war sie eben doch immer ein wenig oberflächlich und hat erst durch den reiferen Enzo ein wenig mehr vom Leben erfahren.
              Eine Telefonpizza wäre in der Tat eine interessante neue Variante …

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  1. Ach ja, die zwei verstehen sich, man sieht es. Sie hat nicht mal Angst, dass die schwere Telefonhörerpranke herunterfällt, während sie es sich gemütlich macht. Die zwei, wie gesucht und gefunden. Für eine gute Pizza mit schön reifen Tomaten direkt aus dem sonnigen Leben finden die zwei beiden sicherlich ein Plätzchen.

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    1. Als Pizzaservice würden die Zwei mit Sicherheit ein gutes Geschäft machen. Während Isolde die modernen Kunden per Handy und Internet via Pizza-App bedient, liest der gute Enzo die Speisekarte auf italienisch vor und bedient die etwas nostalgischere Kundschaft mit antiquierteren Sprechgeräten.

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      1. Die Zwei, traumhaft! Er kann sogar seinen Hörer an die Seite legen und der an der anderen Seite der Leitung hört genau, dass er jetzt anfängt, sich um die Pizza zu kümmern und dass sie gleich aus dem Ofen kommen muss. Man kann schon am Sprechen hören, gleich gibt es etwas Leckeres auf den Teller …

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        1. Es kommt noch besser: Enzo nimmt die Bestellung am Hörer entgegen und leitet sie an Isolde weiter. Und diese macht sogleich ein Foto von dem frischen Teigfladen, das per Mail an den Kunden geschickt wird. Und die Pizza erhält er wenig später ebenfalls per Kurier. Das ist wohl kaum zu überbieten!

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            1. Eine angebrannte Pizza verlässt mit Sicherheit nicht das Haus. Enzo und Isolde wollen schließlich nur die besten Leckereien verkaufen…. sonst müssen sie ihren Pizzadienst schließen und es heißt: Kein Anschluss unter dieser Nummer.

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            2. Ach, noch eine letzte Frage … wegen Isolde. Wie bekommen die Pizzen ihre persönliche Note…? Könnten Sie Isolde das mal fragen …?

              Liebe Frau Mallybeau,
              Ich verlasse jetzt die Geschichte und wünsche Ihnen einen schönen Tag.
              Alles Gute, Inge

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            3. Ihre Pizza können Sie ganz nach Wunsch zusammenstellen, der werten Isolde die Zutaten durchgeben und schon wird das Gewünschte geliefert. Auch mit Namens-Gravur erhältlich.
              Guten Appetit! 🙂

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  2. A bessers Plätzle hätt die iSolde ja net finde könne! I hoff die zwoi dürfet au wieder kommuniziere. Sie wäret ja perfekt für a Mehrgenerationehaus in d’Eingangshalle, wo alle megliche Leit rumhocket und net alle hond ja an mobile Sprechabbarat. Oder ma hot oin aber dr Akku isch leer. 😉

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    1. Liebe Anhora!

      Des isch a geniale Idee. So hättet älle was drvo. I werd glei mol romhorcha, wer so äbbes braucha kennt. Hoffentlich wird’s dene zwoi Delefo dann et zviel, wenn se plötzlich so beliebt send… abr zur Not zieh mr oifach n Schdeggr 🙂

      Grüßle von dr Alb
      Mallybeau

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  3. Gucke mal, liebe Mallybeau, ich habe mich gleich und sofort an meinen Enzo Phono erinnert – so muss der von dir beschriebene auch gewesen sein.

    Solche hektischen Studentinnen, ob Isolde oder Isigunde oder sonstwie, siehst du zu Tauschenden in der hektischen Stadt Berlin. – Bloß gut, dass ich aus dem Studentenalter raus bin und ins I-Phone-Alter nie hineingewachsen bin.
    Was ich allerdings noch nicht wusste, ist, dass Berliner Müllmänner mit dem Fahrrad auf der Autobahn fahren dürfen. Mist, dass mein Auto jetzt weg ist – vielleicht hätte ich das auch mal sehen können. Natürlich nicht von Benno, der das Zeitliche gesegnet hat – aber Verrückte gibt es ja überall.
    Jetzt ist meine Schlafenszeit aber wirklich ran.
    Gute Nacht sagt Clara

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    1. Liebe Enzo-Clara!

      Was für ein fantastisches Foto. Wie schön, dass bei Dir die Nostalgie noch nicht ausgedient hat. Ich glaube ja, dass man auf diese Weise viel besser den Anschluss halten kann als mit so einem neumodischen Phone.
      Da nun der gute Benno nicht mehr unter uns weilt, kannst du möglicherweise die zwei Telefone in Berlin aufstöbern und zu Dir nach Hause nehmen. Noch stehen sie ja irgendwo verlassen in einer Wohnung und warten auf einen neuen Besitzer. Und bei Deinem Dekorationstalent findet sich für die beiden bestimmt ein gemütliches Plätzchen 🙂

      Liebe Samstagsgrüße aus dem Nebel
      Mallybeau

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      1. Ach liebe Mallybeau, dass ich dich schon wieder enttäuschen muss. Ich als Technik geschädigtes DDR Kind war froh, als wir langsam allmählich an die neue Technik Anschluss bekamen. Und mein jetziges Telefon hat schon mehr Ähnlichkeit mit einem Handy als mit einem Telefon, an dem man noch die Wählscheibe drehen musste. Wenn ich weiter so zunehme, betrifft das auch die Finger, und dann käme ich gar nicht mehr in die Löcher der Welt Scheibe hinein. Ich glaube, ich werde sie nicht aufspüren. Unsere Telefone hatten immer so abartig hässliche Farben. Das ging von grellem orange zu hässlichen grau bis zu verwaschenen grün. Irgendwie ist mein Bedarf an diesem Telefonen gedeckt, denn bis 1989 hatte ich sicher kein anderes. Halt, vielleicht war es inzwischen mit Tasten ausgestattet.
        Hier sieht es aus, als wenn es ein schöner Tag wird. Diesen wünsche ich dir auch.
        Liebe Grüße von Clara

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        1. Dass Du mittlerweile ein neueres Telefon hast, dachte ich mir schon. Ich bezog meine Aussage auch darauf, dass Du dieses Foto aufgehoben hast.
          Die Telefonfarbe unterwirft sich wohl einem jährlichen Trend, so wie das auch bei Autos und der Mode ist. Ich könnte mir gut vorstellen, dass man in diesem Jahr auch lila Telefone erwerben kann. Ich sehe mittlerweile massenhaft Werbung mit dieser aktuellen Trendfarbe.
          Da hast Du wirklich Glück 🙂

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          1. Liebe, liebe Mallybeau, du bist wirklich die wichtigste Person, die meinen Purple-Spleen so richtig unterstützt und pflegt. Ich glaube, ich wäre wirklich so „bescheuert“, mir ein lila Telefon zu kaufen, wenn ich ein neues bräuchte. Jetzt habe ich fürs Smartphone erst einmal drei lila Hüllen bestellt, weil die bei diesem Preis nach einem Jahr verschlissen sind. Dürfen sie.
            Aber apropos lila, darf ich eine Bitte äußern? Mein lila Eiffelturm ist in mein Wohnzimmer umgezogen, weil ich dort eine schöne Dose mit diesem Motiv gefunden habe. Aber meine eingefärbte Datei war mir zu wenig lila, sie war mehr dunkles pink. Könntest du mir die beiden Bastelvorlagen in richtigem lila zukommen lassen – sie dürfen recht dunkel sein. Ich kann nur über Photoscape arbeiten, und das reicht nicht. Dann bastel ich ihn noch einmal für mein Schlafarbeitszimmer. Kleber ist ja genug da.
            Bei der DDR waren die Farben von Autos oder Kunststoffgegenständen weniger eine Frage der Mode, sondern der (fehlenden) Rohstoffe, die man in den Farbtopf werfen muss.
            Mit lieben Grüßen von mir

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            1. Ich habe doch geschrieben, dass ich sie alle vier abgespeichert habe, ist das irgendwie verloren gegangen. Alle vier sind in meinem bastel Ordner und ich denke, ich werde die schwarzen bauen. Im Spam-Ordner warst du nicht, sondern nur auf halbe komme also in der Warteschlange. Und sie sind in voller Größe und in voller Schönheit jetzt bei den Kommentaren zu dem Nebel Bericht zu sehen Punkt danke noch mal

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            2. Danke. Habe es gerade erst gesehen. Mein Computer bzw. das Internet spinnt hier momentan mal wieder völlig …

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  4. Liebe Mallybeau Mauswohn,
    eine schöne Geschichte von Enzo und Isolde. Dass die beiden glücklich und zufrieden sind, freut mich sehr. Aber an diesem Beispiel erfahren wir mal wieder in aller Deutlichkeit, wie wichtig Kommunikation generell ist, um Menschen glücklich zu machen. Paare, die nicht (mehr) miteinander reden, werden immer häufiger. Sie müssen vielleicht nur eine andere Technik benutzen. Egal ob nostalgisch oder neuste Technologie. Aber auf jeden Fall mal den anderen loben – nicht nur meckern.
    Gruß Heinrich

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    1. Lieber Herr Heinrich!

      Sie bringen die Sache mal wieder auf den Punkt. Vielleicht sollte man allen zerstrittenen Paaren oder solchen, die bereits den Termin beim Scheidungsanwalt eingereicht haben, ein Komplettset mit technischem Zubehör zukommen lassen. Also sowohl ein nostalgisches Ringelkabel für einen soliden Anschluss als auch eine Ethernetbuchse, sowie diverse andere Möglichkeiten, die eine neue Kommunikation möglich machen.
      Und wenn es uns schon möglich ist, per Partner-Vermittlungs-App zueinander zu finden, sollte es doch auch machbar sein, dass die Technik für den nötigen Zusammenhalt sorgt.
      So, nun hätten wir darüber auch mal geredet 🙂

      Herzliche Grüße … tuuut tuuut
      Mallybeau

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    2. Lieber Heinrich, genau, sie sagen es. ABer das Loben haben doch viele von diesen meckernden Ehepaaren seit langem versucht. Ich habe oder hatte drei davon in meiner Verwandtschaft, vielleicht sogar vier und in der Bekanntschaft sind sie leider auch nicht ausgeblieben. Es ist für mich dann als Besucherin richtig anstrengend, weil ich ja nicht Partei ergreifen will.
      Insgesamt ist der Ton rauer geworden, finde ich jedenfalls. – Aber am abartigsten finde ich es immer, wenn zwei zusammen an einem Tisch im Restaurant sitzen und jeder mit seinem Dingens beschäftigt ist. Vielleicht ist das aber tatsächlich besser, als wenn sie sich öffentlich anmotzen würden.
      Ich motze nicht, weil niemand hier ist.
      Lieben Gruß von Clara

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  5. Liebe Mallybeau,
    das ist doch mal wieder ein nostalgischer und romantischer Eintrag so ganz nach unserem Geschmack, bei dem ganz viele Erinnerungen geweckt werden. Denn im Heimatland von Enzo Phono am Lago Maggiore haben wir schon mehrmals herrliche Urlaube gemacht, und haben für die schwärmerischen Erzählungen, die wir via Phone in den Ruhrpott zu den damals noch lebenden Eltern einen richtig feschen, netten Cousin von Enzo Phono benutzt, den Mario de cabina telefonica, in einem herrlichen altsilber mit pinkfarbenem Hörer, entzückend! Und höret und staunet, dort gab es tatsächlich einen Pizzaschriftsteller, einen Pizzabäcker, der auf Kreuzfahrtschiffen bereits die ganze Welt bereist hatte (was Fotos in seiner Pizzeria bewiesen!) und Reiseberichte schrieb und im übrigen die beste Pizza am Lago Maggiore buk! Und so können wir das tragische Schicksal von Enzo Phono ebenso nachvollziehen wie das genauso tragische Schicksal von iPhone Isolde! Das Leben heute nimmt ja schon lange keine Rücksicht mehr auf kleine Einzelschicksale, seufz! Viel zu schnelllebig, immer alles neu, bloß nix bewahren! Nochmal seufz! Außer natürlich solch wunderbare Menschen wie der Müllmann Benno, wie wundervoll, daß es ihm gelungen ist, Enzo Phono und iPhone Isolde zu einer wunderbaren Telefoneinheit zu verkuppeln, die Müllmann Benno so trefflich für seine Zwecke zu nutzen wußte, welche Romantik!!!
    Ganz sicher wird das verliebte Telefonpaar seinen Besitzer Benno überlebt haben, falls euch also die Adresse des liebenden Pärchens bekannt sein sollte: Auch hier in der Grafschaft Lirich gibt es einen herrlichen Balkon, wir wüßten ebenfalls beide Techniken so schön nach Bedarf zu nutzen (mit Enzo Phono könnte ich Einträge im Blögchen einfach weiterschreiben, wenn er klingeln würde und meine Freundin mich anruft, ich weiß noch, wie das mit dem eingeklemmten Hörer geht, aus früheren Bürozeiten, hihihihi!), und letztlich würde sie hier auch ab und zu ein wunderbarer Pizzaduft umwehen wie weiland den Herrn Enzo am Lago Maggiore!!! Unsere neumodische Mailadresse habt ihr ja, falls ihr vermitteln möchtet!
    Und damit wünschen wir euch einen schönen Sonntag hinauf auf die Alm, liebe Grüße
    Monika und Mimi.

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    1. Liebe Mimi, liebe Monika!

      Wie herrlich, dass Ihr auch schon des öfteren am Lago Maggiore wart und sogar den Cousin unseres werten Enzo in Anspruch genommen habt. Man muss einfach mal dort gewesen sein, um dieses ganz besondere südländische Flair zu erspüren. Kein Wunder wird dort die beste Pizza der Welt gebacken.
      Aber dass Enzo und Isolde eigentlich hervorragend zu Euch auf den Balkon passen würden, ist im Grunde ganz offensichtlich. Wo Ihr doch auch ein Herz für solch wunderbar nostalgische Dinge habt. Und das Allerbeste ist natürlich Eure Balkonienpizza. Also wenn die Zwei da nicht anbeissen, dann weiß ich auch nicht. Die Adresse der beiden ist mir leider nicht bekannt, aber ich bin mir zu hundert Prozent sicher, dass sie ganz intuitiv Eurer kommenden Balkonien-Pizza-Saison folgen werden und eines Tages ganz unvermutet vor der Haustüre anklingeln werden.
      Wir würden uns riesig freuen, wenn ihr uns dann Bescheid gebt, wenn die zwei Telefone bei Euch ein gemütliches Plätzchen gefunden haben und zum neuen Stadtgespräch avanciert sind 🙂
      Mit diesen tollen Aussichten wünschen wir Euch einen wunderschönen Sonntag.

      Herzliche Grüße
      Mallybeau … ring ring …

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      1. Liebe Mallybeau,
        auf jeden Fall werden wir uns sofort melden, wenn die zwei Telefone bei uns eintrudeln, das wird bestimmt das Stadgespräch! Wir hatten einen gemütlichen Sonntag, was wir von euch auch hoffen, kommt gut wieder in die neue Woche, liebe und herzliche Grüße hinauf auf die Alm, ring ring, hihihi,
        Monika und Mimi.

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    1. Lieber Herr Moser!

      Ich hoffe ebenfalls, dass Sie sich an einer solch göttlichen Pizza Jordan nicht verschluckt haben. Ansonsten werden Enzo und Isolde im Duett den Heidi-Reanimationsdienst rufen. 🙂

      Herzliche Grüße von der Tauwetteralm
      Mallybeau

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  6. Eine reizende Geschichte, liebe Mallybeau.
    Aus alt mach neu ist immer so eine Sache bei der meist das Alte verloren geht und zu etwas halbgaren wird. Hier aber bleiben beide Phone bestehen, ergänzen sich ganz wunderbar und sind auch noch sehr hübsch anzusehen. Ein hoch auf den Mülllmann Benno – ein praktisch veranlagter Künstler, wie es ihn viel zu selten gibt.

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    1. Liebe Mitzi!

      Über den guten Benno bin ich auch wirklich glücklich. Seine Telefonkombination hätte wirklich ganz anders ausgehen können. Und etwas halbgares aus solch einem schönen nostalgischen Telefon zu machen, wäre jammerschade. Wer weiß, vielleicht avancieren die Zwei zum Phone-Trend und bald laufen wir alle mit solch einem Duo in der Tasche durch die Gegend 🙂

      Herzliche Grüße
      Mallybeau

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      1. Ein wenig unhandlich wäre das schon. Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass uns mehr Benno-Kombinationen dazu bringen, nicht mehr ständig erreichbar zu sein und uns zu Hause in Ruhe den Gesprächen widmen. Für Notfälle könnte Benno sicher auch die öffentlichen Telefonzellen verschönern und zu neuem Leben erwecken.

        Herzliche Grüße
        Mitzi

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        1. Ach das wäre herrlich. Vielleicht kämen wir dann auch in den Genuss, uns mit echten Kaninchen von Angesicht zu Angesicht zu unterhalten 🙂

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    1. Liebe Anke!

      So ein nostalgisches Phone ist schon was tolles! Vor allem jetzt bei diesen unglaublichen Wetterbedingungen bin ich froh, dass ich sowohl auf die alte als auch auf die neue Technik zurückgreifen kann. Und wenn das auch nichts mehr hilft, bleiben ja immer noch Brieftauben und Rauchzeichen 🙂

      Herzliche Grüße zu den Mülltonnen
      Mallybeau

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      1. Richtig, dann schreiben wir mal wieder ’n Brief. Oder Flaschenpost, wenn das Wasser kommt. Rauchzeichen funzt im Moment eher nicht, glaube ich. Verdünnt sich zu schnell. Ist wie im Topf umrühren. Zack, nichts mehr zu sehen, weil alles Einheitsbrei. 🙂

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            1. Der Orkan bringt mit Sicherheit Überschwemmungen mit sich. Dann sind die Flaschen schneller als der Paketbote, der sich mit einem Schlauchboot durch die Gegend paddeln muss.
              Und bei diesem Sturm muss man seinen Drachen aber gut anbinden, sonst landet die Post beim Falschen ….

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